Was kraucht dort in dem Busch herum (Kutschkelied)

Soldatenlieder | | 1870
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Was kraucht dort in dem Busch herum
Vallerie juchhe
Ich glaub, es ist Napolium
vallerie juchhe
Was hat er rumzukrauchen dort
Vallerie juchheirassa
Drauf, Kameraden, jagt ihn fort
Vallerie juchhe

Dort haben sich im offnen Feld
vallerie juchhe
noch rote Hosen aufgestellt
vallerie juchhe
Was haben sie da rumzustehn
Vallerie j uchheirassa
Drauflos, die müssen wir bestehn
Vallerie juche

Mit den Kanonen und Mamselln
vallerie juchhe
da knalln sie, daß die Ohren gell´n
Vallerie juchhe!
Was haben sie da rumzuknalln
Vallerie juchheirassa
Drauf, Kameraden, bis sie falln
Vallerie juchhe

Napolium, Napolium
vallerie juchhe
mit deiner Sache geht es krumm
vallerie juchhe
Mit Gott drauflos, dann ists vorbei
vallerie juchheirassa
mit seiner ganzen Kaiserei
Vallerie juchhe

Text: angeblich von dem Füsilier August Gotthilf Hoffmann-Kutschke ,  die ersten beiden Zeilen vermutlich aus den Befreiungskriegen 1813-1815, tatsächlich von Hermann Alexander Pistorius (1870) –
Musik: auf die Melodie von „Ich bin der Doktor Eisenbart“

Zur Entstehung dieses Liedes:

„In Basedow nämlich las Pistorius die (…) für die neue Preußische Zeitung vom 14. August 1870 von Georg Hesekiel abgefaßten Worte: „Unter den vielen Liedern dieses Krieges ist entschieden das Beste der Heldengesang, den der Füsilier Kutschke vom 40. Regiment auI den Vorposten bei Saarbrücken dichtete. Dieser Dichter sah die Franzosen am Waldrande vor sich hinlaufen, da sang er: „Was kraucht da in dem Busch herum? Ich glaub’, es ist Napolium.“ Pistorius, der selbst ein alter preußischer Soldat gewesen sein soll, ergänzte diese beiden Verse zu einer vierzeiligen Strophe, fügte dann noch drei Strophen hinzu und ließ dies Kutschkelied so in den mecklenburgischen Anzeigen drucken. Alsbald langten bei dem 40. Regimente eine Menge von Liebesgaben, z. B. Uhren, aus Deutschland für den braven Kutschke an. Die Nachforschungen der Feldpost und der anderen Militärbehörden nach einem Füsilier Kutschke waren von keinem Erfolge begleitet, doch setzte die Presse die Untersuchungen fort. Ein Mitredakteur der Kölnischen Zeitung, Hermann Grieben, stellte durch eine eigene Schrift endgültig fest, daß Pistorius der Verfasser des Kutschkeliedes sei. Die beiden Verse, durch welche Pistorius angeregt wurde, mögen wohl schon aus den Freiheitskriegen herrühren. Die späteren acht Kutschkelieder sind von Gustav Schenck, damaligem Redakteur und jetzigem Besitzer des Berliner Fremdenblattes. P. soll in Folge des Beifalles, den das erste Kutschkelied von vier Strophen fand, eine ganze Gedichtsammlung veröffentlicht haben. Auch ließ er sich bewegen, wenigstens die aus Chicago kommende Liebes oder Ehrengabe für den Füselier Kutschke anzunehmen. “

(Schriftliche Mittheilungen von Steinhausen und Werner, den Amtsnachfolgern von Pistorius in Süplingen und Basedow. – Familiennachrichten. – H. Pröhle, Die Lyrik der Jahre 1870 und 1871 in dessen „Patriotischen Erinnerungen,`. H. Pröhle. , zitiert nach Wikipedia

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