Warum sind der Tränen unterm Mond so viel

Geistliche Lieder | 2012
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Warum sind der Tränen
unterm Mond so viel
und so manches Sehnen,
das nicht laut sein will?

Nicht doch, liebe Brüder
ist das unser Mut?
Schlagt den Kummer nieder,
es wird alles gut


Aufgeschaut mit Freuden,
himmelauf zum Herrn!
Seiner Kinder Leiden sieht
er gar nicht gern.


Er will gern erfreuen,
und erfreut so sehr.
Seine Hände streuen
Segens g´nug umher


Nur dies schwach Gemüte
trägt nicht jedes Glück
stößt die reine Güte
selbst von sich zurück


Wie´s nun ist auf Erden
also sollt´s nicht sein
lasst uns besser werden
gleich wird´s besser sein


Der ist bis zum Grabe
wohlberaten hie,
welchem Gott die Gabe des
des Vertrauens lieh


Den macht das Getümmel
dieser Welt nicht heiß,
wer getrost zum Himmel
aufzuschauen weiß.


Sind wir nicht vom Schlummer
immer nch erwacht?
Leben und sein Kummer
dauert nur eine Nacht


Diese Nacht entfliehet
und der Tag bricht an
eh man´s sich versiehet
dann ist´s wohlgetan


Wer nur diesem Tage
ruhig harren will,
kommt mit seiner Plage
ganz gewiß ans Ziel


Endlich ist’s errungen,
endlich sind wir da,
droben wird gesungen
ein Viktoria

Text: Overbeck (1781)
„Sehr verbreitet war ein Gegenstück „Darum sind der Tränen“ von Sinapius ()
in Als der Großvater die Großmutter nahm (1885)







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