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CD buch

Von dem Elternhaus verstossen
Zieht ein Jüngling in die Welt
Er zieht einsam durch die Strassen
Weiß noch nicht, wohin es geht

Hab kein Obdach, keine Bleibe
hab so manche lange Nacht
unter Gottes freiem Himmel
in der Kälte zugebracht.

Habt Erbarmen, liebe Leute
Gott der Herr wird´s Euch belohn´n
Denn ihr habt ja eine Heimat
Und ein Haus worin ihr wohnt

Habt Erbarmen liebe Leute
Lindert unsre bittre Not
Wenn ihr sonst nichts geben könnet
Schenkt uns doch ein Stücklein Brot

Als A 215 888 im DVA Freiburg, am 18.1. 1981 in Walldürn, Nordbaden aufgezeichnet von Peter Assion. Die letzte Strophe etwas anders auch in den Erinnerungen von Alfred Lindemann, Oberhausen.

Liebe Leute, habt Erbarmen,
seht doch unsere große Not. /
Könnt ihr uns nichts anderes schenken;
schenkt uns doch eine Schnitte Brot.

Herr Lindemann schreibt auf seiner Webseite: „Die Arbeitslosenzeit von 1930-33 brachte eine Vielzahl von Straßensängern hervor. Wer eine gute Stimme hatte, dazu ein Musikinstrument beherrschte, konnte sich einige Groschen zum Lebensunterhalt hinzuverdienen. Vielfach schloß man sich in Gruppen zusammen, um effektvoller zu wirken. Arbeitersiedlungen waren für diese Unternehmungen besonders attraktiv. Zum einen hatten Koloniebewohner immer etwas übrig für Arbeitslose….und die Vieh- und Gartenhaltung linderte etwas die Not. Das Schweinchen im Stall und die eigenen Kartoffeln aus dem Garten halfen über die schlimmste Zeit hinweg. Die Koloniebewohner hatten daher für einen guten “Song“ noch immer ein 5 Pfennigstück über. Meistens sang man in der damaligen Zeit rührselige Lieder von Not, Heimweh, Mutterleid und Wanderschaft. ..“ (Obiges Lied) hörte man immer wieder“.







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