Geh aus mein Herz und suche Freud
Geh aus mein Herz und suche Freud In dieser schönen Sommerzeit An deines Gottes Gaben Schau an der schönen Gärtenzier Und siehe wie sie mir und dir Sich ausgeschmücket haben Es waren zwei Königskinder
Es waren zwei Königskinder, Die hatten einander so lieb, Sie konnten zusammen nicht kommen, Das Wasser war viel zu tief. Der Winter ist vergangen
Der Winter ist vergangen ich seh des Maien Schein Ich seh die Blümlein prangen des ist mein Herz erfreut So fern in jenem Tale Da ist gar lustig sein da singt Frau Nachtigalle und manch Waldvögelein Lobe den Herren
Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren! Meine geliebete Seele, das ist mein Begehren. Kommet zu Hauf. Psalter und Harfe wacht auf, Lasset den Lobgesang hören! Nun danket alle Gott
Nun danket alle Gott Mit Herzen, Mund und Händen, Der große Dinge tut An uns und allen Enden, Der uns von Mutterleib Und Kindesbeinen an Unzählig viel zu gut Bis hier her hat getan. Es geht eine dunkle Wolk herein
Es geht eine dunkle Wolk herein mich deucht, es wird ein Regen sein ein Regen aus den Wolken wohl in das grüne Gras O Haupt voll Blut und Wunden
O Haupt voll Blut und Wunden, Voll Schmerz und voller Hohn, O Haupt, zum Spott gebunden Mit einer Dornenkron O Haupt, sonst schön gezieret Mit höchster Ehr und Zier, Jetzt aber höchst schimpfieret: Gegrüßet seist du mir! Es ist ein Schnitter heißt der Tod
Es ist ein Schnitter, heißt der Tod Hat Gwalt vom großen Gott: Heut wetzt er das Messer, es schneidt schon viel besser, bald wird er drein schneiden, wir müssen´s nur leiden. Hüt dich, schöns Blümelein! |