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Gegen Fremdenhaß und Faschismus!
Es kam ein Abenteurer zu reiten (Straßburger Sohn)
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Es kam ein Abenteurer zu reiten vor einer Frau Wirtin Tür Frau Wirtin habt ihr Bier und Wein und Futter für die Pferde
Der Reiter schaut bald hie bald da Er schaut sich an die schöne Magd Frau Wirthin ist das euer Töchterlein oder ist es ein schönes Jungfräulein
Es ist dies eine gedungene Magd Die wohl den Grafen den Wein auftragt und ist es eine gedungene Magd Die euren Grafen den Wein auftragt
So könntet ihr deß stille fchweigen Daß ich bei eurer Magd könnt bleiben Ein Stund oder zwei eine Nacht dabei So lang ich will euer Gast hier sein
Ach ja mein Herr ich könnte wohl schweigen Daß ihr bei meiner Magd mögt bleiben Eine Stund oder zwei eine Nacht dabei So lang ihr hier zu Gast wollt sein
Und als es war des Abends spat Da sagte die Wirthin zu ihrer Magd Der Herr will nun schon schlafen gehn Du wackres Mädchen sollst mit ihm gehn
So manchen Tritt die Magd da thät So floß ihr auch so manche Thrän Sie rief die heilige Jungfrau mild Zu wahren ihre Ehrd zu sein ihr Schild
Es begab sich da zur halben Nacht Der Held wohl an sein Lieb gedacht Wohlan mein Kind und kehr dich herum Daß ich kann küssen den roten Mund
Wie könnt ich mein Herr herum mich drehn Mein arm jung Herz tut mir so weh Meine Blutsfreund wohnen fo fern im Land Sie find dem Herrn ganz unbekannt
Und wohnen deine Freund so fern im Land und sind sie mir ganz unbekannt So nenne der Freunde zwei oder drei Daß ich sie mag kennen und gehen dabei
Meine Mutter ist Frau Bertha genannt Meine Schwester heißet die schön Joland Mein Vater schreibt sich von Straßburg der Herr und Konrad heißet der Bruder mein
So bist du mein Schwester die schöne Wallreit die ich sieben Jahre gesuchet so weit So bist du meine Schwester. Nun Gott sei Dank daß ich dich endlich gefunden han
Als Morgens früh der Tag anbrach Da fing der Wirth zu rufen an Steh auf steh auf du faule Magd Es hat fchon lang gekräht der Hahn
Es ist fürwahr keine faule Magd Sie ist so edel wie eine im Land Es ist meine Schwefier die schöne Wallreit um die ich sieben Jahr geritten so weit
Er hatte sie lieb er hatte sie werth er nahm sie bei sich auf sein Pferd er ritt mit ihr über Berg und Tal bis daß sie zu ihrer Frau Mutter kam
Frau Mutter nahm sie wohl in den Arm Herr Vater nahm sie bei der Hand Die Schwester lief zum Keller hinein und holte sogleich eine Kanne mit Wein
Es kommt ein Bettelmann aus Ungerland heraus und die Bekümmernis die war so groß daß er kein Brot in seinem Sack mehr hat Er schläft ja unter keinem Federbett