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Greift an das Werk mit Fäusten ! das Rechten hilft nicht mehr. Ihr Besten und Getreusten, zur Tat, zur Gegenwehr !
Die Zeit ist ernst und eisern und Blitzscharf ihre Spur sie schmückt mit Lorbeerreisern den wahren Helden nur
Es schürt geheim das Feuer die Zwietracht im Versteck und wagt als Ungeheuer hervor sich kühn und keck
Da nützt kein banges Zagen da hilft nur fester Mut Aufs freche Haupt laßt schlagen die falsche Lügenbrut
Frisch auf! Ihr tapfern Ritter des Geistes Waffen schärft daß ihr im Kampfgewitter den Feind zu Boden werft
Den Feind, den alten, bösen zerspellt vom Fels zum Meer Wohlan, laßt uns erlösen zur Tat zur Gegenwehr
Text: ursprünglich am 19. Februar 1850 von Hoffmann von Fallersleben gedichtet, hier eine überarbeitete Neudichtung von 1863 Musik: Albert Methfessel (1863) in Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1914)
ursprüngliche Strophen 2.- 4. von 1850
Wenn alles ist verloren, dann hofft nur noch ein Tor; im Kampf nur wird geboren, was euere Ruh verlor.
Was sie versprochen hatten von Recht und Billigkeit ist nur ein Schall, ein Schatten, ein unerfüllter Eid.
Die Freiheit will errungen, kein Gnadenbissen sein ! Mit Fäusten, nicht mit Zungen, greift an und schlaget drein !
Groß Jammer und auch Traurigkeit Ist in der ganzen Christenheit Das Blutvergießen schwer Das will doch nehmen gar kein End Wie man lang gehofft und vermeint
Grüßend durch die Morgenröte blinket freundlich Strahl auf Strahl grüßend eint sich die erhöhte Volks- und Freiheitskämpferzahl Grüßend aus dem Urstamm brechen junge Zweige frisch empor Grüßend freie Männer sprechen feurig zu des Volkes Ohr
Guilelmus Rex, unser Kaiser und Herr der schickt seine Soldaten nach Mansfeld her Ein Dutzend Kompagnien und auch ein paar Schwadron´n und jeder Füsilier kriegt sechzig Patron´n
Die besondere CD-Edition: Unter dem Titel "Dass nichts bleibt, wie es war" hat der Berliner Musikhistoriker Jürgen Schebera auf insgesamt zwölf CDs knapp 300 Aufnahmen zusammengestellt, eine beeindruckende Sammlung von Arbeiterliedern. Darunter seltene Tondokumente - datieren doch viele Aufnahmen von vor 1939. Es war schwierig, die Lieder in Schallarchiven aufzuspüren. Das rührige, um Wiederentdeckungen sehr bemühte Label Bear Family Records hat dabei die auf vier Teile aufgeteilten CDs in gewohnter Qualität aufgearbeitet. Ausführliche Booklets dokumentieren die Songtexte und erklären ihre Entstehungsgeschichte in Linernotes. Man kann also diese Edition nicht genug loben... (schrieb die taz) Infos und Bestellmöglichkeit