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Der Mai ist gekommen die Bäume schlagen aus Da bleibe, wer Lust hat mit Sorgen zu Haus! Wie die Wolken wandern am himmlischen Zelt So steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt
Herr Vater, Frau Mutter, Daß Gott euch behüt! Wer weiß, wo in der Ferne Mein Glück mir noch blüht; Es gibt so manche Straße, Da nimmer ich marschiert, Es gibt so manchen Wein, Den ich nimmer noch probiert.
Frisch auf drum, Frisch auf drum Im hellen Sonnenstrahl! Wohl über die Berge, Wohl durch das tiefe Tal! Die Quellen erklingen, Die Bäume rauschen all; Mein Herz ist wie'ne Lerche Und stimmet ein mit Schall.
Und abends im Städtlein da kehr ich durstig ein Herr Wirt, Herr Wirt eine Kanne blanken Wein Ergreife die Fiedel du lustger Spielmann du, von meinem Schatz das Liedel das sing ich dazu
Und find ich keine Herberg so lieg ich zur Nacht wohl unter blauem Himmel die Sterne halten Wacht im Winde die Linde die rauscht mich ein gemach es küsset in der Früh das Morgenrot mich wach
O Wandern, o Wandern Du freie Burschenlust! Da wehet Gottes Odem So frisch in die Brust; Da singet und jauchzet Das Herz zum Himmelszelt: Wie bist du doch so schön, O du weite, weite Welt!
Text: Emanuel Geibel , 1834 (1815 - 1884) Melodie: Justus Wilhelm Lyra nach einer Volksweise (1822 - 1882) auf die gleiche Melodie wird gesungen
Der Mai tritt ein mit Freuden Hinfährt der Winter kalt Die Blümlein auf der Heiden Blühen gar mannigfalt Ein Röselein zarte Von Farbe so schön das blüht in meinem Garten vor allen ichs krön
Der Nachtigall reizende Lieder Ertönen und locken schon wieder Die fröhlichsten Stunden ins Jahr. Nun singet die steigende Lerche, Nun klappern die reisenden Störche, Nun schwatzet der gaukelnde Star