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In Bayreuth ward er geboren wo sein Vater war der Schloßkast´llan doch den er sich zum Morden auserkoren war ein reicher Privatmann
Seine Mutter, eine geborne Lerche hat das ganze Unglück angericht´t denn sie hielt ihn nicht zur Schule, nicht zur Kerche soff gar sehr und starb dann an der Gicht
In Leipzig bei einem Schustermeister lernte er das grasse Metier warf der Meisterin den Topf mit Kleister an den Kopf und rief: „Du Bestie!“
Gottlob Käsemayer hieß der Arme sechzehn Messerstich durch Arm und Brust gab er ihm, daß Gott erbarme und sein Lebenslicht war ausgepust
Kunigunde, seine Vielgeliebte trug noch größre Schändlichkeit zur Schau denn mit einem Strumpfenband verübte sie den Mord an Käsemayers Frau
Sieh, o Mensch, im Hintergrunde einen Galgen aufgericht´t Daran hängt die schöne Kunigunde eben durch des Henkers Hand verblicht
Mit gelassner, kaltblütiger Miene besteigt Eduard das Blutgerüst wirft noch einen Blick nach seiner Konkubine aber stirbt doch als ein guter Christ
Ein Schandarm mit schnurrigbärtger Miene gibt dem Unglücksel´gen einen Klaps geht darauf zur Marketenderin Katherine und verlangt kaltlächelnd einen Schnaps
Diese Grausamkeit erregt im Publikum lautes Murmeln ringsumher da dreht sich der Schandarm wütend um und´s verstummen alle Murmeler
Drum, o Mensch, bezähme deine Triebe hier in dieser Zeitlichkeit denn das sind die Folgen von der Liebe und der mütterlichen Trunkenboldighaftigkeit
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