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Verdenks mir´s nicht daß ich dich meide weil du so falsch und ich so treu soll dann mein Herz noch Qualen leiden So reißt das Band der Lieb entzwei Und sprich mich frei von solcher Pflicht darum verdenks, verdenks mir´s nicht nicht
Wer will ein solches Herze lieben das allenthalben nackent geht und mit betrübtem Herzen lieben ein jeder nachher zu Diensten steht und was nach fremdem Atem riecht das lieb ich nicht, das mag ich nicht
Ich will nicht mehr die Gass betreten allwo du an deim Fenster liegst und auch in jeder Kirch nicht beten wo du gegenwärtig bist allwo ich dich werd sehen werd ich fortgehen , werd ich dich nicht sehen
Hab ich dich nicht recht treu geliebet als wie ein aufrichtiger Freund und hab kein Falschheit ausgeübet und hab´s recht treu mit dir gemeint jetzt aber werde ich veracht werd ausgelacht und ausgelacht
Fahret nur hin ihr falschen Augen werft euere Strahlen von mir fort Ihr sollet ja vor mir nichts taugen das sag ich Euch mit einem Wort Und wer mich sucht da in der Geg´nd muß fruh aufstehn, spat schlafen gehn
Ein schönes weltlches Lied , aus einem alten Hirschauer Liederhefte - in " Schwäbische Volkslieder " , Freiburg 1864 , von Anton Birlinger Nr. 1
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