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Nach Germanien, nach Germanien Muß ich zieh´n auf ehr´nen Bahnien Wo man noch den Nächsten liebt Nach dem Land, wo´s volle Börsen Höflichkeit im Stile "Versen" Bodelschwinghs und Sternbergs gibt.
Für das Vaterland focht siebzig Ich, doch die Begeisterung gibt sich Jetzo fechte ich für mich So daß selbst im Konsulate Man dies anerkennen tate Selbst der Herr von Stamerich
Einstens wallte's Blut mir südlich Und ich dalfte ganz gemütlich in Jedi-Kule für mich; Als mir etwas da nicht paßte Und ein Schucker mich erfaßte Sprach der Herr von Stamerich:
"Fort mit diesem Sonnenbruder Dies pyramidale Luder Fechtet wirklich ganz gemein; Gletscherhaftes Biest, auf Taille, Erzplebejer, Fechtkanaille - Äh - nach Deutschland mit dem Schwein."
Eins nur macht mir stilles Grauen: Deutschland ist nicht recht zu trauen Weil dort's Fechten nicht erlaubt; Und sofort droht dort mir's Kittchen Faßt mich dalfend beim Schlafittchen Klempners Karl bepickelhaupt.
Nun ade ihr duften Brüder Lange seh'n wir uns nicht wieder, doch in Jahresfrist, hurrah! Zittert dann vor mir, ihr Winden Wenn der "Servet" wird verkünden: Pulvermacher wieder da!
Text: Pulvermacher, ein "Orientkunde" um 1900 " Lieder aus dem Rinnstein "
Anmerkungen: v. Versen, deutscher Vizekonsul, wegen seiner Grobheit berühmt Stamerich : deutscher Generalkonsul in Konstantmopel Jedi-Kuhle: der Zustand, den Pulvermacher nach dem Genuß von 10 bis 12 Schnäpsen erreichte Servet: Vorort von Konstantinopel (Sieben Türen)
Pulvermacher ist einer der berühmtesten Orientkunden und fechtet seit Jahren beständig in Konstantinopel, wo er als Original bekannt ist, sogar als Bühnenfigur wurde er schon benutzt. Wegen verschiedener Delikte im Jahre 1901 nach Deutschland geschubbt, schrieb er vorher (dies) Aschiedslied- im Untersuchungskittchen des deutschen Konsulats.« (Hans Ostwald, 1904)
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