Mp3, CDs und Bücher dazu: :
CD buch

a)


Hi-i bei-i ho-o-beii







b)


Hier kumm her, noch emoal
Heba, Hoba, hohoho, nochemoal







c)


Hia hobb, bis an Knobb
daß man siehe, wie er ziehe
Hia hobb, bis an Knobb





d)


Heia hebei, hebei
juch juch juch
Bauer spann den Pudel an
juch juch juch
daß er mich nich beißen kann
juch juch juch
beißt er mich, verkla ich dich
juch juch juch
hundert Taler kost es dich
juch juch juch







e)


Zwei lederne Strümpf
und drei dazu macht fünf
wenn ich ein verliere
hab ich bloß noch viere
Zwei lederne Strümpf







f)


Tauch an, Tauch an
mein lieba Schiffsmann
du hast nit recht antaucht
Tauch an, Tauch an
mein lieba Schiffsmann

Quelle: Schürz dich Gretlein



Gesänge der Schiffszieher, die Schiffe stromaufwärts zogen, waren an den meisten schiffbaren Flüssen gebräuchlich. Der deutsche Ausdruck für die Tätigkeit war »Treideln«. An der oberen Elbe wurden die Treidler wahrscheinlich in Anlehnung an einen tschechischen Ausdruck Bomätscher genannt. Zu a wird bemerkt: Dieser >»Gesang< ist eigentlich nicht als solcher zu bezeichnen, er bestand nur aus den im-mer und immer wiederholten Silben hibei-hobei … Auf die Silben hi und ho wurde besonderer Nachdruck gelegt und hierbei jedesmal der rechte Fuß vorgesetzt und der Stock (eine Art Bergstock) einge-stemmt, wodurch das Nachziehen des linken Fußes, bes. das Fort schreiten unterstützt wurde.« Ahnlich b. Manchmal werden kleine‘ Texte eingefügt (c, d) oder einlach kurze Texte verwendet (e). Die Texte b, c, e zeichnete Ludwig Steglich von einem yyjährigen Bomät-scher auf, der um 1868 von Niederlommatzsch bis zur »Rauhen Funn am Gohrischfelsen gegenüber Diesbar »bomätscherte«, später um 1872 die Kanalboote am Kanal Spandau-Plötzensce mitzog. Er führte Steglich die Tätigkeit vor: »Mit dem Kapsel am Schiffsseil ziehend, in einer Hand den Treckstock, schreitet er tiefgebeugt vorwärts, unter der Last mit den Händen fast am Boden sich fortgreifend. Voran ging als erster der König, dann folgte der Büttel als zweiter, dahinter die Reihe der Bomätscher, zuletzt der Laienwächter [Leinewächter], der mit seiner Stange darauf achtete, daß das Schiffsseil sich nicht in den Uferweiden neben dem Leinpfad verfing.« Zu d wird mitgeteilt: »Die erste Zeile des Liedes enthält den rhythmischen Anspornruf … Besonders bekannt war in Mühlberg die Zunft der Bomätscher. Sie hatten ihre bestimmten Stationen und Gasthäuser, in denen Feierabend gemacht wurde. Für die Bewohner der kleinen Elbedörfer war das >Schiffstrekken< sogar ein wichtiger Broterwerb.«


Ein Arbeitslied der Schiffsleute von der Donau, das wohl aus dem schon aus dem 17. Jahrhundert belegten. Arbeitsruf »Tauch an!« erwuchs, ist f. Die großen Lastschifie, »Hohenauer« genannt, wurden von Pferden flußaufwärts gezogen.


Quellen: a Mitt. sächs. Vk. i (1897-1899) Heft 9, S. 151. (Dresden); b MdBIlVk 5 (i93o) S. 122, I; c ebenda, S. 123, III; d NdZVk 10 (1932) S. 109 (zu den Versen »Bauer spann den Pudel an …« siehe Böhme, Kinderlied S. 144; Stockmann, Altmark S. 364/5, Nr. 52); c MdBIlVk 5 (ly’o) S. 122, II;/Schmidt, Volksgesang S. 369.







Kinderspiele | Fussball-Lieder | Balladen | Kinderlieder | Liebeslieder | Weihnachtslieder