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O Heiland, reiß die Himmel auf
Herab, herab, vom Himmel lauf!
Reiß ab vom Himmel Tor und Tür
Reiß ab, wo Schloß und Riegel für!

O Gott, ein Tau vom Himmel gieß
Im Tau herab, o Heiland, fließ.
Ihr Wolken, brecht und regnet aus
Den König über Jakobs Haus.

O Erd´ schlag aus, schlag aus, o Erd´
Daß Berg und Tal grün alles werd´
O Erd´, herfür dies Blümlein bring
O Heiland, aus der Erden spring.

Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt
Darauf sie all´ ihr‘ Hoffnung stellt ?
O komm, ach komm vom höchsten Saal
Komm tröst uns hier im Jammertal

O klare Sonn’´ du schöner Stern
Dich wollten wir anschauen gern.
O Sonn‘, geh auf, ohn´ deinen Schein
In Finsternis wir alle sein.

Hier leiden wir die größte Not
Vor Augen steht der ewig´ Tod
Ach komm, führ uns mit starker Hand
Vom Elend zu dem Vaterland.

Da wollen wir all´ danken dir
Unserm Erlöser, für und für
Da wollen wir all´ loben dich
Je allzeit immer und ewiglich

Text: Friedrich Spee von Langenfeld – Köln, 1623 (1591–1635)
Musik: anonym – , aus Augsburg, 1666
Das Lied wurde während des Dreißigjährigen Krieges geschrieben.
u.a. in: Blaue Fahnen (1930) — Deutsche Weihnachtslieder (1937) — Macht hoch die Tür (1951) —

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Die Noten zu "O Heiland reiß die Himmel auf":

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