Meine Oma hat im Backenzahn ein Radio

Allgemein | 2009
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Meine Oma hat im Backenzahn ein Radio
ein Radio ein Radio
Meine Oma hat im Backenzahn ein Radio
meine Oma ist ne ganz patente Frau

Die Backenzahn-Radio-Strophe hat möglicherweise einen historischen Bezug zur Frühgeschichte des deutschen Rundfunks. Zumindest erinnerte sich eine Gewährsperson im Zusammenhang mit diesem Lied daran, dass in seiner Studienzeit (1965–1968) an der Fachhochschule für Nachrichten- und Funktechnik in Berlin im Unterricht wie auch in Fachzeitschriften eine kuriose Geschichte (um 1925) aus den Anfängen der Rundfunkgeschichte die Runde machte:
„Die ersten Sendemasten des deutschen Rundfunks in Berlin befanden sich über den Schrebergärten. Nun kam es vor, dass Menschen über ihre Zähne Schallwellen des Radiosenders hören konnten. Das wurde technisch so erklärt: Hat eine Person eine Zahnfüllung mit z. B. Amalgam und im Nebenzahn befindet sich eine Goldkrone, ein Goldzahn oder auch eine Prothese, dann bildet sich bei der Berührung dieser zwei unterschiedlichen Metalle, unter dem Einfluss der Säurebildung im Speichel, ein sogenannter Demodulator. Dieser Demodulator kann die Hochfrequenz der Radiowellen in Tonfrequenzen verwandeln. Bei sehr starker Sendeleistung direkt unterhalb der Sendemasten reicht die Energie aus, um das Metall im Zahn zum Schwingen zu bringen und der Kiefer wirkt als Resonator wie ein Lautsprecher. Die Person hört nun im Kopf die Schallwellen, die über die Knochen übertragen werden. Dieser Zustand ist nur zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Orten, bei Vorhandensein von bestimmten Randbedingungen erlebbar. Dadurch ist damals eine wissenschaftliche Nachprüfung nicht möglich gewesen.“ (DVA: A 233053; aufgezeichnet von Renate Sarr, September 2008)

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