Linchen ging einmal spazieren

Liebeskummer | | 2006
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Linchen ging einmal spazieren
in den Myrthenhain
bald fand sich zu ihr im Grünen
dort ein Jüngling ein

Linchen war ein gutes Mädchen
war schön, jung und treu
Linchen war ein gutes Mädchen
etwas Schalk dabei.


Schön und niedlich war der Bube,
lieblich sein Gesang.
Schön und niedlich war der Bube,
war wie ein Birken schlank.


„Gib mir doch ein einziges Küßchen,
Liebes Linchen her!“
Hierauf reicht sie ihm ein Küßchen
Und noch etwas mehr


Eh sie von einander schieden
schwur der Jüngling Treu;
als sie von einander waren
war die Schwur vorbei.


Schattig ist der Wald und dunkel
und ich so allein!
Schattig ist der Wald und dunkel
und mir hilft kein Schrein.


„Linchen, deine Wangen blassen“
sprach die Mutter einst
„Linchen deine Wangen blassen
und du weinst allein?“


„Ach, ein Jüngling hat geschworen
und sein Schwur ist fort
Ach ein Jüngling hat geschworen
und mein Kranz ist fort.“


„Mutter, ach in wenig Tagen
werd ich nicht mehr sein
Mutter, ach in wenig Tagen
scharrt man Linchen ein.


Dann so setzt am grünen Hügel
in dem Myrthenhain:
Dieser schwarze Todeshügel
hüllt ein Mädchen ein!“

Text und Musik: Verfasser unbekannt
auch eine Version aus Süddeutschland in Erotische Volkslieder aus Deutschland (1910)


Röslein ging einmal spazieren
Hinaus in grünen Wald
Was traf sie da zu ihrem Vergnügen
Ein Jüngling von schöner Gestalt

Schön und reizend war der Jüngling
Und sein Wuchs war schlank.
Düster und dunkel war´s im Walde,
Und sie waren allein


Und als sie so beisammen waren
Schwur er ihr die Treu
Und als sie voneinander gingen
War der Schwur vorbei


Röslein ging betrübt nach Hause
Ja weil sie schwanger war


Niemand wußt im ganzen Hause
Was mit Röslein war


Röslein, deine Wangen erbleichen
Sprach die Mutter gar bald
Es hat mir ein Jüngling die Treue geschworen
Und sein Schwur war falsch


Als drei Viertel Jahr um waren,
Da gebar sie einen Sohn
Und als der Jüngling der Vater sollt sein
Ging er auf und davon.


Wann ich einst gestorben bin,
So prägt in meinen Grabstein ein:
Drüben in jenem dunklen Walde
Ruht die Unschuld mein!

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