Tannhäuser

| 2017

Tannhauser ist eine Volksballade mit einem Thema aus der religiösen Überlieferung, eine Legendenballade (Untergattung der Volksballade) vom Sünder, dem der Papst den Sündenablass (Vergebung) verweigert.

Die Volksballade ist in vielen Varianten seit um 1500/1505 bis in die Gegenwart hochdeutsch und niederdeutsch überliefert; z.B. wurde sie noch um 1950 aus mündlicher Tradierung aufgezeichnet. Sie ist besonders auch in den Alpenregionen überliefert worden; aus der Steiermark kennen wir eine Variante von 1924 über „Waldhauser“: „Es war ein armer Sünder, der reiste der Romstadt zu…“ In Kärnten ist diese Volksballade häufig belegt.

Als weitere frühe Überlieferung kennen wir Liedflugschriften aus u.a. Augsburg, Leipzig (datiert 1520), Straubing, Wien (datiert 1520) und Wolfenbüttel, weitere aus Linz 1629 und ohne Angabe des Druckortes 1638 und 1647. Der älteste gedruckte Beleg steht in „Jörg Dürnhofers Liederbuch“ (um 1515); das ist eine Liedflugschrift aus Nürnberg, gedruckt bei Gutknecht 1515.

Ein wichtiger Melodiebeleg ist Schmeltzel, 1544. Zwischen 1548 und 1668 wird die Melodie häufig auch als Tonangabe, als Melodieverweis für andere Texte verwendet. Das dokumentiert ebenfalls die Popularität der Tannhauser-Ballade.

Zitiert nach Wikipedia



"Tannhäuser" im Archiv:

  • Nun will ich aber heben an (Tannhäuser, 1520, Nürnberg)
  • Nun will ich aber heben an (Tannhäuser)
  • Nun will ich aber heben an vom Tanhäuser (1614)
  • Wer groß Wunder schauen will (Tannhäuser, 1832)
  • Wer große Wunder schauen will (Tannhäuser)
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