Joachim Hans von Zieten Husarengeneral

Soldatenlieder | 2008
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Joachim Hans von Zieten, Husarengeneral
dem Feind die Stirne bieten tät er viel hundertmal
Die haben all erfahren, wie er die Pelze wusch
Mit seinen Leibhusaren, der „Zieten aus dem Busch“.

Hei, wie den Feind die bläuten bei Lowositz und Prag
bei Liegnitz und bei Leuthen und weiter Schlag auf Schlag
Bei Torgau, Tag der Ehre, ritt selbst der Fritz nach Haus
doch Zieten sprach: „Ich kehre erst noch das Schlachtfeld aus“

Sie kamen nie alleine, der Zieten und der Fritz:
Der Donner war der eine, der andre war der Blitz
Es zeigt sich keiner träge, darum schlugs auch immer ein
Ob warm, ob kalt die Schläge, sie pflegten gut zu sein

Der Friede war geschlossen, doch Krieges Lust und Qual
die alten Schlachtgenossen durchlebten noch einmal
Wie Marschall Daun gezaudert, doch Fritz und Zieten nie
es ward jetzt durchgeplaudert bei Tisch in Sanssouci

Einst mocht es ihm nicht schmecken, und sieh, der Zieten schlief
ein Höfling wollt ihn wecken, der König aber rief:
„Laßt schlafen nur den Alten, er hat in mancher Nacht
für uns sich wach gehalten, der hat genug gewacht!“

Und als die Zeit erfüllet des alten Helden war
lag einst schlicht eingehüllet Hans Zieten der Husar
Wie selber er genommen die Feinde stets im Husch
so war der Tod gekommen, wie Zieten aus dem Busch

Text: Theodor Fontane (1847)
Musik: auf die Melodie von „Erhebt euch von der Erde
„Wie Zieten aus dem Busch“ (für „aus heiterem Himmel“) war damals eine sehr geläufige Redensart.
u.a. in: Deutscher Sang (1903) —

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