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Jetzt reisen wir zum Tor hinaus, ade
jetzt reisen wir zum Tor hinaus
Feinsliebchen schaut zum Fenster heraus
ade, ade, ade.

Mein Schatz, laß doch dein Schauen sein, ade
mein Schatz, laß doch dein Schauen sein
ich kann ja nimmer bei dir sein
ade, ade, ade

Und kannst du nicht mehr bei mir sein,  ade
und kannst du nicht mehr bei mir sein
so reich mir nur dein Händelein
ade, ade, ade

Das Händlein reichen, und das tut weh,ade
das Händlein reichen, und das tut weh
wir scheiden uns ja nimmermehr
ade, ade, ade

Die Kirschen, die sind schwarz und rot, ade
die Kirschen, die sind schwarz und rot
ich lieb mein Schatz bis in den Tod
ade, ade, ade

Text und Musik: Verfasser unbekannt . Bei Erk in Deutscher Liederhort (1856) steht die Melodie in zwei Variationen, Die erste mündlich aus der Gegend von Frankfurt am Main , und die zweite aus der Wetterau (Butzbach ) – Eine weitere Fassung aus „dem badischen Unterland“, Melodie ähnlich wie 1.
Eine andere dritte Strophe (1843, Erk/Irmer, Gegend von Frankfurt) bringt das Lied in Zusammenhang mit Auswanderung: „Ich reise jetzt in’s fremde Land adje / komm Schatz und reich mir deine Hand Adje oweh ade“ und jeweils am Schluß mit „Adje oweh ade“
Textlich und musikalisch Ähnlichkeiten zu Es ritten drei Reiter zum Tor hinaus
u.a. in: Deutscher Liederhort (1856) — Zupfgeigenhansl (1908) — Deutsches Lautenlied (1914) —

Abweichungen im Text laut Ludwig Erk im Liederhort : 3,3: So reich mir dein schneeweiß Händelein — 4,3: Wir Beide wir scheiden uns nimmermeh — Str. 4 und 5 ohne Auftakt zu beginnen

Es ritten drei Reiter zum Tore hinaus – ade
es ritten drei Reiter zum Tore hinaus
Feinsliebchen schaute zum Fenster heraus
Ade o weh ade

Ach Mägdlein laß dein Schauen sein ade
ich kann fürwahr nicht bei dir sein

Kannst du fürwahr nicht bei mir sein , ade
so reich mir nur dein Händelein

Händlein reichen und das tut weh, ade
wir Zwei wir scheiden und nimmermeh

Es scheidt uns dann der bittre Tod ade
er scheidet so manches Mündlein rot

Er scheidet die Kindlein von der Wiegen ade
die Junggesellen wohl von der Lieben

Er scheidet so manches Mann und Weib ade
die lange Jahr lebten in Fröhlichkeit

Drum Händlein reichen und tuts auch weh ade
wir Zwei wir scheiden uns nimmermeh
Ade o weh ade

Mündlich aus der Gegend von Bonn um 1820 , bei Erk in Deutscher Liederhort (1856)




Die Noten zu "Jetzt reisen wir zum Tor hinaus ade":

167

Zweite Melodie zu "Jetzt reisen wir zum Tor hinaus ade":

167-2

Dritte Melodie zu "Jetzt reisen wir zum Tor hinaus ade":

167-3




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