Jetzt fängt das schöne Frühjahr an

Frühlingslieder | | 1856
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Jetzt fängt das schöne Frühjahr an,
Und alles fängt zu blühen an
Auf grüner Heid und überall.

Es wachsen Blümlein auf dem Feld
Sie blühen weiß, blau, rot und Gelb,
es gibt nichts schöneres auf der Welt

Und wenn sich alles lustig macht
und ich auch gar nicht schlafen mag
geh ich zum Schätzele bei der Nacht

Jetzt geh ich über Berg und Tal
da singt so schön Frau Nachtigall
auf grüner Heid und überall

Und als ich vor ihr Schlaffenster ging
da hört ich schon einen andern drin
da sah ich, daß ich´s nimmer bin

Ich hab dich allzeit treu geliebt
ich hab dein Herz noch nie betrübt
doch du führst eine falsche Lieb

Und wenn ich durch die Auen geh
da singt das Lerchlein in der Höh
weil ich zu meinem Schätzlein geh

Jetzt geh´ ich in den grünen Wald
da such ich mir mein Aufenthalt
weil mir mein Schätzle nimmer g´fallt

Jetzt leg ich mich ins Federbett
bis über die Ohren zugedeckt
bis mich ein anderes Schatzele weckt

Text und Musik: Verfasser unbekannt , in verschiedenen Textfassungen – aus Franken , aus Württemberg und aus dem Rheinland , rheinisch , Mitte des 19. Jahrhunderts – bei Ludwig Erk in Deutscher Liederhort (1856) vielfach mündlich aus Hessen-Darmstadt ( Dreieichenhain , Offenthal , Wallerstädten , Reinheim , Neunkirchen – hier Melodie Nr.2)

in Schwäbisches Soldaten-LiederbuchAlbvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Deutsches Lautenlied (1914) — Württembergische Volkslieder (1929) —

In Württembergische Volkslieder:

2. Strophe: „Es gibt nichts Schönres auf der Welt / als wie die Blümlein auf dem Feld /
sie blühen weiß, blau, rot und gelb“
4. Strophe: „Jetzt geh ich über Berg und Tal….bei einem so tiefen Wasserfall“
7. Strophe: „Und als ich über die Heide ging / da sang das Lerchlein in der Höh / ade du falscher Schatz ade“

In Deutscher Liederhort (1856):

Und jetzund geht das Frühjahr an
und Alles fängt zu grünen an
Es wachsen Blümlein auf dem Feld
sie blühen weiß blau rot und gelb
Und wenn sich Alles lustig macht
geh ich zum Schätzlein bei der Nacht
Wenn ich zu meinem Schätzlein geh
da singt das Lerchlein in der Höh
weil ich zu meinem Schätzlein geh
Ich ging wohl über Berg und Tal
da hört ich schon die Nachtigall
auf grüner Heid und überall
Und als ich vors Schlaffenster ging
da hört ich schon ein Andern drin
da sagt ich daß ich nicht mehr käm
Hab ich dich nicht recht treu geliebt
und dir dein Herz niemals betrübt
aber du führst eine falsche Lieb
Nun geh ich in den grünen Wald
zu suchen meinen Aufenthalt
weil mir mein Schätzlein nicht gefallt —

Varianten bei Erk: 1: Jetzunder geht (Es fängt sich schon) das Frühjahr an — 2,1:  Es ist nichts Schöners auf der Welt, als wie die Blümlein auf dem Feld, sie blühen —  2,3:  ein Jeder liebt was ihm gefällt — 3,2: und ich auch gar nicht schlafen mag geh ich zum Schätzlein bei der Nacht —  5,3:  an eim so schönen Wasserfall —




Die Noten zu "Jetzt fängt das schöne Frühjahr an":

540

Zweite Melodie zu "Jetzt fängt das schöne Frühjahr an":

540-2




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