In dem ganzen deutschen Reiche (Kartenspiel Erklärung)

Scherzlieder | 2011
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In dem ganzen deutschen Reiche
fast bei jeder Kneiperei
ist doch´s liebe Kartenspielen
stets die Hauptsach mit dabei
doch die meisten wissen gar nicht
was in jeder Karte steckt
darum will ich jetzt erklären
was noch manchem unentdeckt
Und nun merken Sie, ich bringe
von ner lieben Karte was
Sieben, achte, neune, zehne
Bube, Dame, König, As

Wenn´s im Leben eingerichtet wäre
um eine Frau zu kriegen hier
daß man das Los entscheiden ließe
und so bekäm ne Frau dafür
Wenn man nun liebt ein hübsches Mädchen
und möchte nächstens um sie frei´n
da setzt man auf ne böse SIEBEN
und dabei fällt man gründlich rein


Es heißt doch schon ein altes Sprichwort
der Papst lebt herrlich in der Welt
und jeder wird es mir gern glauben
daß dies dem Papste gern gefällt
Wer früher ihm sich widersetzte
und nicht, wie er gewollt, verfährt
der wurde eben ohne Zaudern
ganz einfach in die ACHT erklärt


Im Kegelklub Herr Lehmann hatte
beim Preisauskegeln selten Glück
Stets schob er, so lang man ihn kannte
die Nieten nur mit viel Geschick
Doch hört und staunt! Beim letzten Stoße
da schob er jetzt voll lauter Freud´
mit voller Dampfkraft alle NEUNE
Herr Lehmann war der Sieger heut


Als einst im Jahre 71
der Franzmann wurde durchgebläut
weil er die große Klappe hatte
grad wie er es noch heute treibt
Denn Elsaß steckt ihm noch im Kopfe
weil er es musste lassen gehn
doch wenn er eben wieder käme
wir weisen grimmig ihm die ZÄHN


Ein Ehepaar, das war gesegnet
mit einer großen Kinderschar
und wenn der Storch es stets besuchte
er brachte jedes Jahr ein paar
Doch weil Mamachen stets die Türe
für ihn ganz geöffnet hat
bracht er zum Dank zweil kleine BUBEN
doch legt er sie nicht in den Skat


Als Frankreichs stolzer König Ludwig
der Vierzehnte ward er genannt
den Thron besaß. frug man sich immer
im ganzen großen Frankenland
Der König braucht ja Millionen
von Tag zu Tag wie kommt das nur
Er setzte viel auf seine DAME
auf eine schöne Pompadour


Ein Komponist war Richard Wagner
wie jedermann doch allbekannt
sein Name wird im Deutschen Reiche
von tausend Zungen noch genannt
Doch warum schätzen ihn die Musen
so hoch? Ich weiß es sicherlich
er hielt zu viel auf Bayerns KÖNIG
und Ludwig ließ ihn nicht im Stich


Wir Deutschen fürchten, so spricht Bismarck
nur Gott und sonst nichts auf der Welt
und Gott wird Deutschland nicht verlassen
so lang es fest zusammenhält
Und wenn der Feind auch wollte kommen
da hauten wir ihn gründlich ´naus
Denn für Deutschland spiel´n wir unverdrossen
das Herzens-AS mit Freuden aus

Text: Paul Stock – (dazu die Angabe“ bei den Schlußzeilen jeder Strophe ist das betreffende Kartenblatt dem Publikum zu zeigen“ – ein Beispiel für den schlechten Witz akademischer Kreise in der Kaiserzeit 1871-1914 )
Musik: keine Angaben –
in Großes Volks-Liederbuch (ca.1900)
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