Im Frühling als der Märzwind ging

Weitere Volkslieder | | 2007
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 Im Frühling, als der Märzwind ging,
 als jeder Zweig voll Knospen hing,
 da fragten sie mit Zagen:
 was wird der Sommer sagen?


 Und als das Korn in Fülle stand,
 in lauter Sonne briet das Land,
 da seufzten sie und schwiegen:
 bald wird der Herbstwind fliegen.

 Der Herbstwind blies die Bäume an
 und ließ auch nicht ein Blatt daran.
 Sie sahn sich an: dahinter
 kommt nur der böse Winter.


 Das war nicht eben falsch gedacht,
 der Winter kam auch über Nacht.
 Die armen, armen Leute,
 was sorgen sie nur heute?


 Sie sitzen hinterm Ofen still
 und warten, ob’s nicht tauen will,
 und bangen sich und sorgen
 um morgen.


Text: Gustav Falke (1853-1916)
Musik: Alban Berg (1885-1935)  –  „Die Sorglichen“ , 1907







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