Ich wollt ich läg und schlief viel tausend Klafter tief

Liebeskummer | | 1820
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Ich wollt ich läg und schlief
viel tausend Klafter tief
im Schoß der kühlen Erden
weil du mein nicht kannst werden
und nichts zu hoffen hab
als nur das kühle Grab

Du sagst du liebest mich
das Widerspiel seh ich
ein Andern tust du lieben
suchst mich nur zu betrüben
drum sage nun nicht mehr
daß du mich liebst so sehr

Ach hätt ich nicht getraut
und auf dein Wort gebaut
so hätt ich nicht empfunden
so heiße Liebeswunden
die jetzund quälen mich
und niemals stillen sich

O Erde deck mich zu
hier find ich keine Ruh
vertilge meinen Namen
lösch aus die Liebesflammen
lösch aus die heiße Glut
die in mir brennen tut

Text und Musik: Verfasser unbekannt – vielfach mündlich überliefert aus: Brandenburg , aus Sachsen , Schlesien , Franken etc. – Mit Benutzung von fliegenden Blättern ausns der Zeit von 1750-1820 —
Die erste Melodie mündlich aus Anhalt-Zerbst , die zweite Melodie aus Wallerstädten ( Hessen-Darmstadt)

Verschiedene Varianten im Text: 2,4:  Mich aber nur betrüben — 3,5:  die nunmehr brennen mich und nicht mehr stillen sich , so heiße Liebesglut die so sehr brennen tut —  4,2:  ich find allhier kein Ruh , daß ich schlaf in der Ruh — 4,5:  und mach der Lieb ein End, so sterb ich schon content ( Wahrscheinlich der alte Schluß:  Nach einem fliegenden Blatt aus der Zeit um 1750,

In neuster Zeit ist das vorstehende Lied nicht selten mit  „In Trauern und Unruh“ vermengt worden , Vgl z B Wolff : Halle der Völker II, 165 — Simrock : Volkslieder S. 249 usw. Ganz ebenso wie bei den Texten werden auch die Melodien mit einander vertauscht

Mit Angaben in Deutscher Liederhort (1856) —




Die Noten zu "Ich wollt ich läg und schlief viel tausend Klafter tief":

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