Ich schell mein Horn in Jammerton

Jägerlieder | | 1519
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Ich schell mein Horn in Jammerton
mein Freud ist mir verschwunden
und hab gejagt ohn Abelon
es lauft noch vor den Hunden
ein edles Gwild in dem Gefild
als ich hab auserkoren
es scheucht ab mir als ich es spür
mein Jagen ist verloren

Fahr hin Gewild, in Waldeslust!
Ich will dir nit mehr schrecken!
mit Jagen dein scheeweiße Brust
ein anderer muß dich wecken
und jagen frei mit Hundes Krei
da du nit magst entrinnen
halt dich in Hut mein Tierlein gut
mit Leid scheid ich von hinnen

Kein edlers Tier ich jagen kann
das muß ich oft entgelten
noch halt ich stets auf Jagens Bahn
wiewohl mir Glück kommt selten
Ein Hochwild schon will mir entgohn
laß ich mich begnügen
an Hasenfleisch nit mehr ich heisch
das kann mich nit betrügen

Text: anonym
Musik: anonym , zuerst im Liederbuch des Arnt von Aich – , 1519
u. a. in: Zupfgeigenhansel (1908) — Deutsches Lautenlied (1914)

„Dieses allegorische Abschiedslied war eins der beliebtesten Lieder des 16. Jahrhunderts.  Man nimmt allgemein an, daß es Herzog Ulrich von Württemberg (1487-1550) ein eifriger Jäger und Musikfreund, gedichtet habe, als er die mit ihm schon von Kindheit an verlobte Prinzessin Sabina von Bayern am 1.3.1511 heiraten musste. Der feurige Jüngling liebte die Markgräfin Elisabeth von Brandenburg. Das edle Hochwild, daß er nicht erjagen kann, ist Elisabeth, das Hasenfleisch Sabina“ (Anmerkung in Deutsches Lautenlied, von Professor Dr. Walther Werckmeister , ein weiterer Fall der Männerphantasien )

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Die Noten zu "Ich schell mein Horn in Jammerton":

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