Ich habe den Frühling gesehen

Trauerlieder | 1900

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Ich habe den Frühling gesehen
ich habe die Blumen begrüßt
Der Nachtigall Lieder gelauschet
ein himmlisches Mädchen geküßt.

Der liebliche Lenz ist entschwunden
die Blumen sind alle verblüht
Ins Grab ist mein Liebchen gesunken
verstummt ist der Nachtigall Lied

Dort liegt sie mit Erde bedecket,
und Blumen ihr blühn auf dem Grab.
Ach, könnt ich sie wieder erwecken,
die einstens die Rose mir gab!

Dort liegt sie bei vielen Millionen
sie ist ja so weit von mir entfernt
geschmücket mit vielen Kronen
ewig, ewig im himmlischen Zelt

Der liebliche Lenz kehret wieder,
die Blumen blühn all wieder auf
die Nachtigall singt frohe Lieder,
und mein Liebchen, das wacht nimmer auf

Ach himmlischer Vater dort oben
du hast mir entrissen die Braut
es gibt ja der Mädchen so viele
aber keines wie sie mir vertraut

Und kehret der Frühling auch wieder
die Rosen blühen mir nicht
Die Nachtigall singt ihre Lieder
Feinsliebchen höret sie nicht

Text: Verfasser unbekannt , ursprünglich ein Volkslied aus Schottland ( nach W. Dönniges ) andere Angaben: aus Thüringen – in mehreren Varianten verbreitet   – von diesem Lied gibt es auch eine “Heldenhafte Durchhaltefassung” aus dem Ersten Weltkrieg
Musik: Fr. Silcher (?) —
u.a.in: — Albvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Deutsches Lautenlied (1914) — Weltkriegs-Liedersammlung (1926) — Wie´s klingt und singt (1936)

Andere Fassung der zweiten Strophe:
Der liebliche Lenz ist entflohen / verblühet die Blumen all
das Mädchen ins Grab ist gesunken / verstummet die Nachtigall

Andere Fassung der vorletzten Strophe:
Du himmlischer Vater da droben / du nahmst mir mein Liebchen so früh
es gibt ja der Mädchen so viele / aber keine, aber keine wie sie

Andere Fassung der letzten Strophe:
Was ist doch der Mensch hier auf Erden / wie eine Blume so fällt er ab,
Da kommt ein rauher Wind gezogen / und stürzt uns alle in das Grab.

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