Mp3, CDs und Bücher dazu: :
CD buch

Heil dir im Siegerkranz
Herrscher des Vaterlands!
Heil, König, dir!
Fühl in des Thrones Glanz
die hohe Wonne ganz
Liebling des Volks zu sein!
Heil, König Dir!

Nicht Roß und Reisige
sichern die steile Höh
wo Fürsten stehn;
Liebe des Vaterlands
Liebe des freien Manns
gründet den Herrscherthron
wie Fels im Meer

Heilige Flamme, glüh
glüh‘ und erlösche nie
fürs Vaterland!
Wir alle stehen dann
mutig für einen Mann
kämpfen und bluten gern
für Thron und Reich!

Handlung und Wissenschaft
hebe mit Mut und Kraft
ihr Haupt empor!
Krieger und Heldentat
finde ihr Lorbeerblatt
treu aufgehoben
an deinem Thron

Sei, Kaiser Wilhelm, hier
lang deines Volkes Zier
der Menschheit Stolz!
Fühl in des Thrones Glanz
die hohe Wonne ganz
Liebling des Volks zu sein!
Heil, Kaiser Dir!

Text: Balthasar Schumacher , 1793 – nach Heinrich Harries , 1790  (1762-1802),
Musik: Henry Carey , 1740 (God save the Queen) , vermutlich aber ein älteres französisches Lied, war zunächst die preussische Hymne , von 1871 bis 1918 Hymne des Deutschen Reichs
es gibt zahlreiche Nachdichtungen auf diese Melodie

Dieses Lied war in Preußen vor dem ersten Weltkrieg für den Unterricht in der drittten Klasse vorgeschrieben (Zentralblatt der preußischen Regierung von 1912)

Der eigentliche Verfasser der deutschen Kaiserhymne (seit 1871)  ist der schleswigsche Pfarrer Heinrich Harries (1762-1802), der am 27.01.1790 im „Flensburger Wochenblatt“ ein „Lied für den dänischen Untertan, an seines Königs Geburtstag zu singen in der Melodie des englischen Volksliedes „God save great George the King“ veröffentlichte: „Heil dir, dem liebenden Herrscher des Vaterlands! Heil, Christian dir!“

Das Lied wurde dann von Balthasar Gerhard Schumacher auf fünf Strophen verkürzt und erschien in der „Speyerschen Zeitung“ vom 17. Dezember 1793 als „Berliner Volksgesang“, der später mit den Zeilen „Heil unserem Fürsten bzw. König“ oder „Den König segne Gott“ auch in anderen deutschen Staaten zu deren jeweiligen Hymnen wurde. Schumachers Text der fünften Strophe lautete 1790 ursprünglich: „Sei Friedrich Wilhelm, hier, lange der Preußen Zier, des Landes Stolz: jede geweihte Kunst, reife durch deine Gunst. Bürgerverdienst erwärm an deiner Brust“ – Später wurden die vier Schlußzeilen aus Strophe 1 wiederholt.

Weitere (später entstandene) Strophe:

Dauernder stets zu blüh’n
Weh unsere Flagge kühn
Auf hoher See!
Ha, wie so stolz und hehr
Wirft über Land und Meer
Weithin der deutsche Aar
Flammenden Blick.

u.a. in: Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1858) – Feuerwehrliederbuch (ca. 1880) – Feuerwerker-Liederbuch (1883) — Als der Großvater die Großmutter nahm (1885) — Liederbuch Postverband (1898) — Neues Liederbuch für Artilleristen (1893) — Volkstümliche Lieder der Deutschen (1895) — Deutscher Sang (1903) — Concordia-Liederbuch (1911) — Schulgesangbuch für höhere Lehranstalten (1912) — Gesellenfreud (1913) — Es braust ein RufDeutsches Lautenlied (1914) — Kriegsliederbuch für das Deutsche Heer (1914) — Was die deutschen Kinder singen (1914) — Stolz ziehn wir in die Schlacht (1915) — Lieder für höhere Mädchenschulen (1919) — Weltkriegs-Liedersammlung (1926) —

Region:



Die Noten zu "Heil dir im Siegerkranz":

1901




Kinderspiele | Fussball-Lieder | Balladen | Kinderlieder | Liebeslieder | Weihnachtslieder