He he Ferndin ik weit di wol ein! (Beim Flachsreffen)

Arbeitslieder - Handwerkerlieder | | 2006
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He he, Ferndin, ik weit di wol ein´n!
De Quinke de quank, de Vogel de sang,
dat Johr is lang. Juchhei, lat en nich gähn!

Usen Christian den neimst du wol gern?
De Quinke de quank, he is mi to lang,
krigt mir unner de Bank. Juchhei, lat en gähn!


Den N. N. den neimst du wol gern?
De Quinke de quank, he is mi to dick,
he hedd kein Geschick. Juchhei, lat en gähn!


Den N. N. den neimst du wol gern?
De Quinke de quank, he is mi to arm,
dat Gott erbarm. Juchhei lat en gähn!


Den N. N. den neimst du wol gern?
De Quinke de quank, de is mi to grot,
de tritt mi min Brot. Juchhei lat en gähn!

Beim Flachsreffen gesungen: Unter dem Flachsreffen versteht man das Abstreifen der Samenknoten, indem die Flachsstengel handvollweise durch eiserne Kämme (Riffeln) hindurchgezogen wurden. Die dazu gesungenen Lieder schließen sich dem Rhythmus des Reffens an. Das wiederholte »Quinke de quank« malt das Surren der Metallkämme nach. Oft versammelten sich bei dieser Arbeit die Burschen und Mädchen des Dorfes zu gegenseitiger Hilfeleistung, weshalb die dabei gesungenen Lieder vielfach den Charakter ausgelassener Neckereien besitzen (a).


Quelle: Reifferscheid Nr. 50 (Bökendorf, Kreis Höxter); nach: Schürz Dich Gretlein







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