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CD buch

Hört zu al
wie ein gschal
wir doch han
so wir gan und vaß ziehen wollen
so rüf wir unsern gsellen
Kombt mit mir!
Nembt mit Gschir
Wagenleiter
Kampfleiter
Schemel, die gar hohen Schemel
die geis-schemel, die böck-schemel
tragt mit euch her auch die kleinfüdrige Seil
dreiling-, halbfüdring seil
vierzig eimer zeucht man mit

Also mit spaten!                                                       
lauft und bringt spaten:
nebinger!
und versperr 
uns das vaß schir!                                             
So, Bodenknecht,                                                
halt uns entgegen recht!
gib her den Durchzug allein!
die peilhaken her!
So. Themel,
leich uns her den Dremel,
daß man das vaß recht ruck,
nit zuck!
So, Gegenknecht, bücke dich!
schau auf dich!
halt an dich!
Das vaß ligt auf dem höhel.
Zu! zu! zeuch hin! schau, daß es bleib!
leg an die seil
stet gleich an!
Nun, wolan!
in Gottes namen!
zieht alle gleich!
Ho!ha! ho!
halt fest, ir lieben gesellen!
halt fest!


2. Pars.


So, Gleseris, schmir die leiter baß,
daß es nem ein end!
Greift alle an behend!
Ho se hin! io ha!
Lieben gesellen, noch ein kleins!
Jo se hin! zieht alle gleich!
Halt fest die Leiter an, daß nit weich!
das vaß ruck um, herbaß, daß gleich ligt!
Nun ligts gleich;
rucks hinter sich!
So ligt es recht!
So, Wagenknecht, nimm hin das vaß,
hüt sein baß!
ich gib dirs ganz in dein Gewalt.
Gott behüt uns jung und alt!


nach: Schürz dich Gretlein, Deutsche Volkslieder II. Dort steht unter Anmerkungen zu diesem Lied:


Es ist fraglich, ob dieses Lied aus Wolfgang Schmeltzel, Quodlibet, Nürnberg 1544, insgesamt als Arbeitslied diente, doch enthält es Arbeitsrufe aus der Zeit des 16. Jahrhunderts. Wein- oder Faßzieher (Schröter) zogen Weinfässer aus den Kellern und luden sie auf Wagen. Sie bildeten in den süddeutschen Städten in jener Zeit eine eigene Zunft. Ihre sehr mühevolle und schwere, mit einfachen Werkzeugen ausgeführte Arbeit, bei der zwischen 10 und 20 Arbeiter zusammenwirken konnten, regelten sie durch Arbeitsrufe, wie sie in dem Lied erhalten sind.


Quelle: Melodie nach Robert Eimer, Das deutsche Lied des 15. und i6.Jh., Bd.i, Berlin 1876, S. 1521. (= Beilage zu den Monatsheften für Musikgeschichte, 8); Text Schopp S.i6f. Literatur: Bücher 8.1911.; Schopp S.16f.; Schmidt, Wien S. 141.

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