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Bickelsteine

Als ein Mädchenspielzeug erwähnen mittelalterliche Quellen auch die Bickelsteine (s. Zingerle 18,19,45) — So wird von einem Mädchen erzählt, daß es in seinem Schranke außer anderen Spielsachen auch noch schöne Bickelsteine aufbewahre. Das mittelhochdeutsche Wörterbuch erklärt dieselben ganz richtig als „Fangsteine“.

Noch heute heißt in Sachsen ein Spiel, wobei die Kinder mehrere Steinchen so kunstvoll in die Höhe werfen und mit dem Handrücken wieder auffangen wie im Zirkus die Taschenspieler mit Kugeln und Messern spielen, das Beckern , welcher Ausdruck sich sprachlich genau neben Bickeln stellt. 


Und noch heute werden von Mädchen, die dieses Spiel besonders lieben, hübsche glatte Kieselsteine von der Größe einer Erbse am Flußbette aufgesucht und als Beckersteine sorglich aufgehoben, denn nicht jeder Kiesel eignet sich zu diesem Spiele, daß schon eine ziemliche Geschicklichkeit fordert, wenn es mit allen Feinheiten gespielt werden soll.

siehe Album Richter : Zur Geschichte des Kinderspiels , mit dieser Erklärung stimmt auch die Beschreibung des Spiels “ Fangsteine “ bei Wagner ( Spielbuch Nr. 236) und die bei GutsMuths 166 überein. Rochholz (448) hält irrtümlich die Bickel für Würfel . — nach Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897 , S. 603)







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