Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein

Lieder vom Tod | | 1809
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Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein,
bei einer Frau Wirtin, da kehrten sie ein.

„Frau Wirtin, hat Sie gut Bier und Wein?
Wo hat sie ihr schönes Töchterlein?“

„Mein Bier und Wein ist frisch und klar,
mein Töchterlein liegt auf der Totenbahr´“

Und als sie traten zur Kammer hinein,
da liegt sie in einem schwarzen Schrein.

Der erste, der schlug den Schleier zurück
und schaute sie an mit traurigem Blick:

„Ach lebest du noch, du schöne Maid!
ich würde dich lieben von dieser Zeit“

Der zweite deckte den Schleier zu
und kehrte sich ab und weinte dazu:

„Ach, dass du liegst auf der Totenbahr!
Ich hab dich geliebet so manches Jahr.“

Der Dritte hub ihn wieder sogleich
und küsste sie auf den Mund so bleich:

„Dich liebt‘ ich immer, dich liebt‘ ich noch heut
und werde dich lieben in Ewigkeit.“

Text: Ludwig Uhland – 1809
Musik nach “ Ich hab mir mein Weizen am Bergl gesät “ – vor 1800
(im Deutschen Armee Liederbuch als Melodie angegeben „Wir winden dir den Jungfernkranz„)
 weitere Versionen dieses Liedes
 Trinkritual zu diesem Lied

u.a. in: Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1858) — Liederbuch des Handwerker-Vereins zu Potsdam (1859) — Deutsches Armee LiederbuchFeuerwehrliederbuch (ca. 1880) – Feuerwerker-Liederbuch (1883) — Deutsch-Österreichisches Studentenliederbuch (1888) — Liederbuch Postverband (1898) — Albvereins-Liederbuch (ca. 1900) — Des Rennsteigwanderers Liederbuch (1907) — Gesellenfreud (1913) — Berg frei (1919) — Sport-Liederbuch (1921) — Liederbuch des jungdeutschen Ordens (ca. 1921) — Liederbuch des Thüringerwald-Vereins (1927) — Wander-Liederbuch (1927) — Schlesier-Liederbuch (1936) – Wie´s klingt und singt (1936) — Deutsches Jägerliederbuch (1951) —

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Die Noten zu "Es zogen drei Burschen wohl über den Rhein":

1870




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