Es wollt ein Jäger jagen (Verlorene Ehre)

Jägerlieder | Verlorene Ehre | | 2006
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Es wollt ein Jäger jagen,
Wollt jagen auf der königlichen Heid.
Was begegnet ihm allda?
Eine Dame, die war schneeweiß gekleidt.

„Ei wohin, du schönes Mädchen?
Ei wohin steht dir dein Sinn?“
„Ei, ich will zu meinem Vater
Zu meinem Vater auf der königl. Heid!“

„Wllst du zu deinem Vater
Zu deinem Vater auf der königl. Heid,
so mußt du deine Ehre lassen
Bei einem Jäger auf der königl. Heid.“

„Muß ich meine Ehre lassen
auf der königlichen Heid,
ei, so bedaure ich
mein schneeweißes Kleid.

Nicht allein mein schneeweiß Kleid
sondern auch mein schwarzgelocktes Haar:
Denn das ist das Allerschönste
So ich an mir hab.“

Und so setzten sich die beiden nieder
Wohl eine halbe, eine ganze Viertelstund
Bis daß der helle Morgen
Desselbigen Tags anbrach.

„Steh auf, du fauler Jäger
Deine Zeit ist nun vergeud´t
Die Hirschlein sind gelaufen
Wohl dem Bauer in das Heu.“

„Laß die Hirschlein, laß sie laufen
Wohl dem Bauer in das Heu
Denn sie müssens ja bezahlen
Mit ihrer eignen Haut.

Steh nur auf, du faules Mädchen
Du hast verschlafen die Zeit;
Deine Ehr hast du gelassen
Bei einem Jäger auf der königl Heid“

Dieses Motiv: „Jungfrau verliert im Wald ihre Ehre an einen Jäger“ ist in vielen Liedern verbreitet. In der Regel übt der Jäger dabei Gewalt aus. Die siebte Strophe in diesem Lied scheint beim Aufschreiben so schlecht zensiert worden zu sein, daß nicht einmal auf die Reime geachtet wurde.







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