Es waren mal drei Gesellen

Liebeskummer | | 2004
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Es waren mal drei Gesellen,
die täten sich was verzählen
die hielten miteinander
ein heimlichen Rat,
und welcher auf den Abend
den schönsten Buhlen hatt

Da war auch einer drunter
und nichts verschweigen kunnt er
der macht sich groß und laut
daß ihm für diese Nacht
das allerschönste Mädchen
ein Stündlein zugesagt

(Da war auch einer drunter
und nichts verschweigen kunnt er
dem hatt auf diese Nacht
sein Liebchen zugesagt
daß wer bei ihr sollt sein
in stiller trauter Wacht)

Das Mädchen hinter der Wande
hörte ihre eigne Schande
Verleih mir großer Gott
den Witz und auch Verstand
daß dieser falsche Knabe
nicht kommt an meine Hand

Des Nachts wohl um die Mitten,
der Knabe kam geritten,
er klopfet dreimal an
mit seinem Siegelring:
„Sprich schläfst du oder wachst du
mein allerschönstes Kind?“

(Des Morgens um halb viere
klopft´ er an ihre Türe
er klopft ganz leise an…
mit seinem Siegelring:
„Schläfst oder wachest du
herzallerliebstes Kind?“)

„Mag schlafen oder wachen
dir tu ich nicht aufmachen
geh du nur immer hin
wo du gewesen hast
und binde deinen Gaul
an einen dürren Ast!“

„Wo soll ich denn hinreiten?
von deiner grünen Seiten
es schlafen alle Leut
und alle Bürgerskind,
und draußen auf der Heide
weht ein kühler Wind“

(„Wo soll ich denn hinreiten?
Es schlafen alle Leuten
es schlafen alle Leut
Vieh, Menschen, Weib und Kind
es regnet und es schneit
und weht ein kühler Wind“)

„Das tut mich gar nicht rühren,
tu nur dein Rößlein führen,
Da draußen auf der Heid,da liegt ein breiter Stein,
leg deinen Kopf darauf
so hast ein Schätzelein.“

(„Das tut mich gar nicht rühren,
daß dir tut das passieren
denn wer ein Mädel hat
und sagt es jedermann
der klopft denn auch wie du
sehr oft vergebens an.“)

Da sprachen die Herren Hausknechte
dem Kerl geschieht ganz rechte
Hätt er geschwiegen still
und´s Maul gehalten fein
so wär er heute Nacht
beim schönsten Mägdelein

Wer ist´s, der uns die Liedlein sang?
Ein freier Reiter ist ers genannt
er hat uns dies gesungen
er singt uns noch viel mehr
Gott mag alln feinen Jungfrauen
behüten ihre Ehr

Text und Musik: anonym , altes Reiterlied
Es gibt auch eine Fassung , bei der der junge Mann in der Kuh-Scheisse schlafen soll.
 auf die gleiche Melodie wird gesungen

in: Deutsch-Österreichisches Studentenliederbuch (1888)– Großes Volks-Liederbuch (ca. 1900) — Zupfgeigenhansl (1907) —

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