Es war einmal eine Müllerin

Frauenlieder | | 2006
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Es war einmal eine Müllerin
ein wunderschönes Weib
Sie tut ja selber mahlen
schön Geld sich zu ersparen
wollt selbst der Mahlknecht sein.

Und als der Müller nach Hause kam
vom Regen war er naß
Steh nur auf, steh nur auf, du Stolze
mach mir ein Feuer von Holze
Vom Regen bin ich naß

Ich steh nicht auf, laß dich nicht ein
sprach die Frau Müllerin
Ich hab heut Nacht gemahlen
mit schönem, jungen Knaben
bis an den frühen Tag
daß ich nicht aufstehn mag

Stehst du nicht auf, läßt mich nicht ein
sprach nun der Müller fein
So tu ich die Mühl verkaufen
das Geld tu ich versaufen
beim roten, kühlen Wein
wo schöne Mädchen sein

Tust du die Mühl verkaufen,
was mach ich mir daraus?
Dort unten auf grüner Heide
bau ich mir eine zweite,
wo’s frische Wasser quellt,
das Mahlen mir gefällt.

Im ersten Weltkrieg wurde folgender Kehrreim angehangen:

Und wer, und wer, und wer war schuld daran?
Das war die böse Schwiegermamama ./. hei Schwiegermamama.
Eine Tricot, Tricot, Tricot, Tricot, Taille hat sie an,
Stiefel ohne Sohlen und kein Absatz dran. ./.
Halleluja ./. Schön sind die Mädchen von 17, 18 Jahren
Und die drunter und die drüber sind es auch manchmal. ./.

oder so: (Bei X wird auf die Pause ein Juchzen ausgestossen)

 

Aber wer, aber wer, aber wer ist schuld daran?
Ja, das war die böse Schwiegermamama X,
Schwiegermamama X,  Schwiegermamama X
ma, die war schuld daran!
/:Triko, Triko. Triko, triko talje
hat sie an, Stiefel ohne Sohlen und kein Absatz dran.

 

Text: anonym , seit dem 16. Jahrhundert in ganz Deutschland bekannt – (auch „Es war einmal eine Müllerin“)
Musik: anonym , aus Westdeutschland ( laut Zupfgeigenhansl aus Tübingen ) – weitere Fassung
u.a. in: Zupfgeigenhansl (1908) — Erotische Volkslieder aus Deutschland (1910) — Deutsches Lautenlied (1914) — DVA Soldatenlieder-Sammlung 1914-1918 (DVA A 107021, A 109054, A 109071)  — Weltkriegs-Liedersammlung (1926) — Verklingende Weisen – Volkslieder aus Lothringen (1928, Band II) — Wie´s klingt und singt (1936) — Frauen-Volksliederbuch (1981)

andere Variante der ersten Strophe:

Es war einmal ´ne Müllerin
z´Schaffhausen an dem Rhein
und die wollte selber mahlen
schönes Geld wollt´ sie ersparen
wollte selber  Mahlknecht sein.

Andere Version aus Odendorf a.N. in Erotische Volkslieder aus Deutschland (1910):

Es war ne schöne Müllerin, Ein wunderschönes Weib
Und die hat die Nacht gemahlen, Mit fünf, sechs jungen Soldaten
Und als der Müller nach Hause kam; Vom Regen war er naß
Steh auf, du Stolze, Mach Feuer an von Holze, Vom Regen bin ich naß
Ich steh nicht auf, laß dir nicht rein, Sprach stolz die Müllerin
Denn ich hab die Nacht gemahlen Mit fünf, sechs, jungen Soldaten Bis das der Tag anbrach
Stehst du nicht auf, läßt mir nicht rein, Sprach stolz der Müllersmann
So tu ich die Mühl verkaufen, Das Geld tu ich versaufen In lauter Bier und Wein
Tust du die Mühl verkaufen; Das Geld tust du versaufen In lauter Bier und Wein
So kauf ich mir eine neue, Wohl in der Lüneburger Heide Wo klares Wasser fließt

Andere Version aus dem Ersten Weltkrieg: DVA A 109 054 – B. Geiser , Deckoffizier , Jena , Schillerstr. 6 . ( Soldatenlieder-Sammlung 1914-1918 ):

Es war einmal eine Müllerin ein wunderschönes Weib.
Sie wollte selber mahlen. Das Geld wollt sie bezahlen
Wollt selber Müller sein Wollt selber Müller sein.
Und wer, und wer und wer was schuld daran?
Ja das war die böse Schwiegermama, Hei Schwiegermama, hei Schwiegermama
Mit den Stiefeln ohne Sohlen Und keinem Absatz dran.

Und als der Müller nach Hause kam, vom Regen war er nass
Steh nur auf, steh nur auf du Stolze, Mach Feuer, Feuer, Feuer vom Holze
Vom Regen bin ich nass, vom Regen bin ich nass.
Und wer und wer ….

Ich steh nicht auf, lass dich nicht rein, Sprach stolz die Müllerin
Hab die ganze Nacht gemahlen, Mit einer Kompanie Soldaten
Musst selbst der Müller sein, Musst selbst der Müller sein.
Und wer und wer …

An das Lied „Es war einmal eine Müllerin“ wurde folgender Kehrreim angehangen: Und wer, und wer, und wer war schuld daran? Das war die böse Schwiegermamama ./. hei Schwiegermamama. Eine Tricot, Tricot, Tricot, Tricot, Taille hat sie an, Stiefel ohne Sohlen und kein Absatz dran. ./. Halleluja ./. Schön sind die Mädchen von 17, 18 Jahren Und die drunter und die drüber sind es auch manchmal. ./.

(Gesungen in Libau –  Einsender.: Rudolf Gotthardt , Döbeln , Marktstr. 3 , Soldatenliedersammung (1914-1918)  Mat. C.- DVA A 109071 –


Ahnlich DVA A 108 627, wo nur die ersten beiden Strophen gesungen wurden.  „Die übrigen Verse blieben meist weg oder wurden nach dem „Landherr“ gesungen.“ –  Gesungen beim J. R. 182, 2. Ers. Btl. Freiberg und in Dresden bei einem Kursus, sowie für die Feldzeit bei J.R. 182/2. Marschlied – Eins.: stud. theol. Adolf Dörmar , Universität Gießen




Die Noten zu "Es war einmal eine Müllerin":

1615

Zweite Melodie zu "Es war einmal eine Müllerin":

1615-2




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