Es schienen so golden die Sterne

Sommerlieder | 2006
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Es schienen so golden die Sterne
am Fenster ich einsam stand
und hörte aus weiter Ferne
ein Posthorn im stillen Land.
Das Herz mir im Leib entbrennte
da hab´ ich heimlich gedacht:
Ach, wer da mitreisen könnte
in der prächtigen Sommernacht!

Zwei junge Gesellen gingen
vorüber am Bergeshang,
ich hörte im Wandern sie singen
die stille Gegend entlang:
von schwindelnden Felsenschlüften
wo die Wälder rauschen so sacht,
von Quellen, die von den Klüften
sich stürzen in Waldesnacht!

Sie sangen von Marmorbildern
von Gärten, die überm Gestein
in dämmernden Lauben verwildern
Palästen im Mondenschein,
wo die Mädchen am Fenster lauschen
wann der Lauten Klang erwacht,
und die Brunnen verschlafen rauschen
in der prächtigen Sommernacht!

Text: Joseph von Eichendorff vor 1834
Musik: Justus Lyra vor 1843

u.a. in: Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1858) — Der freie Turner (1913) – Deutsches Lautenlied (1914) — Auf froher Wanderfahrt (ca. 1921) — Alpenrose (1924) — Liederbuch für die deutschen Flüchtlinge in Dänemark (1945) —

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Die Noten zu "Es schienen so golden die Sterne":

1861




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