Es ritt ein Reiter sehr wohlgemut

Balladen und Moritaten | 1908
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Es ritt ein Reiter sehr wohlgemut
zwei Federn trug er auf seinem Hut

Die eine war grün, die andere blank
mich däucht, mich däucht: Jungfer Dörtchen ist krank

Und als er über die Heide kam
hört er die Glocken läuten schon

Die Glöcklein die läuten rosenrot
mich däucht, mich däucht: Jungfer Dörtchen ist tot

Und als er vor den Kirchof kam
sah er die Gräber graben schon

Guten Tag, guten Tag, liebe Gräber mein
für wen grabt ihr das Gräbelein

Wir graben das Grab für eine Dam
was habt Ihr, Herr, danach zu fragn

Und als er vor die Haustür kam
sah er die Mutter  weinen schon

Ach Mutter, herzliebste Mutter mein
was macht dein Jungfer Dörtelein

Jungfer Dörtchen, daß sich Gott erbarm
sie ruht fein sanft in Gottes Arm

Er hatt einen Säbel von Golde so rot
damit stach er sich selber tot

Sie legten sie beide in einen Sarg
und ließen sie nach dem Kirchhof tragen

Es dauerte kaum dreiviertel Jahr
da wuchs eine Lilie auf ihrem Grab

Und unter der Linde stund geschrieben
sie wären beide bei Gott geblieben

Text: anonym aus Oranienburg ? ( Oranienburger Land )
Musik: anonym aus der Altmark , märkisches Liederblatt
u.a. in: Zupfgeigenhansl (1908) — Deutsches Lautenlied (1914) — Alpenrose (1924) —

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Die Noten zu "Es ritt ein Reiter sehr wohlgemut":

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