Es gfallt mer nummen eini (Hans und Verene)

Mundart, Niederdeutsch und Dialekte | | 2006
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Es gfallt mer nummen eini
und selli gfallt mer gwis!
O wenn i doch das Meidli hätt
es isch so flink, so dundersnett,
so dundersnett, so dundersnett
isch wär im Paradies!

’s isch wohr, das Meidli gfallt mer
und’s Meidli hätti gern!
’s het aliwil e frohe Muet
e Gsichtli het’s wie Milch und Bluet,
wie Milch und Bluet, wie Milch und Bluet
und Auge, wie ’ne Stern.


Und wenni’s sieh vo witem
so stigt mer’s Bluet ins Gsicht;
es wird mer übers Herz so chnapp
und’s Wasser läuft mer d’Backen ab
i weiss nit, i weiss nit,
o weiss nit, wie mer gschicht.


Am Zistig früeih beim Brunne
se redt’s mi frei no a:
Chumm, lüpf mer, Hans! Was fehlt der echt
es isch der näume gar nit recht
nei gar nit recht, nei gar nit recht,
I denk mei Lebtrag dra


Ich ha’s em solle Sage
und hätt’s i numme g’seit
und wenn i numme richer wär
und wer mer nit das herz so schwer
das herz so schwer, das herz so schwer
’s gäb wieder Glegeheit


Und uf und furt, jetzt gang i
’s wird jäten im Salat
und sag em’s wenn i näume cha
und luegt es mi nit fründli a
nit fründli a, nit fründli a
so bin i morn Soldat


En arme Kerle bin i
arm bin i, sell isch woht;
doch han i no nit Unrechts tho
und sufer gwachse wär i jo,
das wär i jo, das wär i jo
mit sellem hätts ke Gfohr.


Was as wispelt in de Hürste
was rüehrt si echters dort?
Es visperlet, es ruuscht im Laub
O bhüet is Gott der Herr, i glaub,
i glaub, iglaub
es hätt mer näumer ghört.


Do bin i jo, do hesch mi,
Und wenn di mi denn witt!
I ha’s scho siederm Spätling gmerkt,
Am Zistig hesch mi völlig bstärkt
Jo völlig bstärkt, Jo völlig bstärkt,
Und worum seischs denn nit?


Und bisch nit rich an Gülde
und bisch nit rich an Gold,
en ehrli Gmüet isch über Geld
und schaffe chasch in Hus und Feld,
in Hus und Feld, in Hus und Feld
und lueg, i bi der hold!


O Vrenli, was seisch mer
o Vreneli, isch so?
De hesch mi usem Fegfüür gholt
und länger hätti’s numme tolt,
nei, nümme tolt, nei, nümme tolt
jo frili will i, jo.


Text: Johann Peter Hebel
Musik: Friedrich Silcher
“ Allgemeines Deutsches Kommersbuch

        






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