Einst stand ich am eisernen Gitter

Liebeskummer | 2012
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Einst stand ich am eisernen Gitter
In so stiller Einsamkeit
Klagte laut und weinte bitter
Klagte Gott mein Herzeleid

Einen Vater, den ich hatte
Den ich oftmals Vater nannt´
Eine Mutter, die ich liebte
Die hat mir der Tod entwandt


Beide sind von mir geschieden
Beide sind von mir getrennt
Sie genießen Ruh´ und Frieden
Und ich leb in Traurigkeit


Ach, wie dunkel sind die Mauern
Und die Ketten doch so schwer
Lange, lange wird´s noch dauern
Ist denn keine Rettung mehr?


Schönster Jüngling, meinst du´s redlich
Oder treibst du mit mir Scherz?
Denk, ach denk, es ist gefährlich
Zu verführen ein Mädchenherz.


Höre, Jüngling, mein Verlangen
Höre, was das Mädchen spricht
Laß mich küssen deine Wangen
Und mich ruhn an deiner Brust

Text und Musik: Verfasser unbekannt – vor 1918
nach einer Aufzeichnung aus dem pommerschen Kreise Regenwalde vom Jahre 1923
in Arthur Hübner . Die Lieder der Heimat (1926)







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