Einst lebte ich im deutschen Vaterlande

Lieder zur See | , | 1900
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Einst lebte ich im deutschen Vaterlande
der goldnen Freiheit 18 Jahr dahin
der Reiz der trieb mich zu des Meeres Strande
bestieg ein Schiff mit heitrem frohen Sinn

Mein größter Wunsch, mein einziges Verlangen
war, Afrikas Küst´ auf offener See zu sehn
die Wellen schlugen, das Schiff fing an zu schwanken
der Mastbaum brach, das Schiff mußt untergehn

Zwar mühsam rettete ich mir mein Leben
an einem Mastbaum, den ich schnell ergriff
schon längst war ich den Wellen preisgegeben
als ich von fern ein anderr Schiff entdeckt

Ich schwamm drauf los und wurde aufgenommen
ich dankte Gott, daß ich gerettet war
die Räuber, ach, o wär ich nie geboren
verkauften mich in eine Sklaverei

So lebte ich im fern´ Ägyptenlande
in schwerer Arbeit 18 Jahr dahin
da kam ein Fürst aus deutschem Vaterlande
der kaufte mich und noch sechs Deutsche frei

Wir fielen dankend vor dem Fürste nieder
er aber sprach: Ich fahr jetzt nach Stettin
Dort schenk ich euch dem Vaterlande wieder
so wandelt frei und lebensfroh dahin

Text und Musik: Verfasser unbekannt – die Melodie gilt als einer der Vorläufer des Horst Wessel Liedes.
in Wie´s klingt und singt (1936)

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