Eins zwei drei vier Eckstein

Kinderspiele - Spiele für Kinder | 2009
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alles muß versteckt sein

Einer durch Auszählen dazu bestimmt, steht mit dem Gesicht nach der Wand oder nach einem Baum gekehrt und muß die Augen schließen (blinzen). Er zählt laut bis 10, dann zehnwerweise bis 100. Während dessen müssen die Mitspieler sich verstecken. Ist der Suchende bis 100 gekommen, so wendet er sich um und ruft:

Eins zwei drei vier Eckstein
alles muß versteckt sein

siehe auch Eins zwei drei vier Finkenstein , wie es offenbar vor 1900 hieß!

Nun sucht er einen der Versteckten zu entdecken, darf sich jedoch nicht soweit von seinem Platze entfernen. Denn wenn ein anderer Knabe ihn abklopft d.h. vor ihm den Platz erreicht und mit dem Rufe „Eins zwei drei vier Finkenstein ( bzw. Eckstein)“ einigemal an die Wand klopft, so beginnt das Spiel von neuem, und er muß sich wieder an die Wand stellen. Gelingt´s ihm aber seinerseits einen Mitspieler zu entdecken und abzuklopfen, so tritt dieser an seine Stelle und der Abgelöste versteckt sich mit den übrigen.

So in Oldenburger Kinderreime 23 – nach Deutsches Kinderlied und Kinderspiel (1897 , dort heißt es „Finkelstein“. Interessant , daß es vor 1900 auch „verstochen sein“ hieß und nicht „versteckt sein“- das Spiel war laut Böhme (1897) auch als „Anschlagen“ , „Finkenstein“ , „Guggelstein“ oder „Gung“ bekannt ,  in der Schweiz hieß das Versteckenspiel „Anschlagen“ oder „Anschlagis“ ( Rochholz Nr. 22), ähnlich in Heidelberg „Anschlagversteckenspielen“.  In Schwaben ( Meier 415 ) heißt das Spiel „Versteckes“ oder „Versteckerlis“. Fischart nennt das Verstecken mit dem Blinz- oder Schielwinkel „Schulwinkel“, weil der Suchende mit der Hand vorm Gesicht doch noch schielen kann , wohin die Versteckenden sich wenden.  Auch in Belgien heißt´s „Schuylwinckgen“

  — Macht auf das Tor (1905) — Kindervolkslieder (1920)







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