Ein Sträußchen am Hute den Stab in der Hand

Wanderlieder | | 2010
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Ein Sträußchen am Hute, den Stab in der Hand
zieht rastlos der Wanderer von Land zu Land.
Er sieht manche Strasse und sieht manchen Ort
doch fort muss er wieder, muss weiter fort

Viel Blumen die sieht er am Wege da blühn
muss eilenden Schrittes vorüberfliehn.
Sie duften so lieblich, sie nicken ihm zu
doch fort muss er wieder, er hat keine Ruh

Dort winket ein Häuschen, am Felsen gebaut
umkränzet von Rosen, von Trauben umlaubt.
Da wollt’s ihm gefallen, da sehnt‘ er sich hin
doch fort muss er wieder, muss weiter ziehn

Ein liebliches Mädchen, das redet ihn an:
„Sei freundlich willkommen, du Wandersmann!“
Sie sieht ihm ins Auge, er drückt ihr die Hand
doch fort muss er wieder in ein anderes Land

So bietet das Leben ihm manchen Genuss
das Schicksal gebietet dem zögernden Fuss;
und steht er am Grabe und schauet zurück
nie hat er genossen das irdische Glück

Text und Musik: nach Konrad Rotter – “ Ein Reislein am Hute “ – 1825, auch „Ein Sträußel am Hute“
Musik anonym? – bearbeitet von Friedrich Silcher

u.a. in: Allgemeines Deutsches Kommersbuch (1858) – Liederbuch des Handwerker-Vereins zu Potsdam (1859) – Feuerwerker-Liederbuch (1883) – Schulgesangbuch für höhere Lehranstalten (1912) — Alpenrose (1924, ohne 4. und Anfang 5: „So bietet das Leben ihm manchen Gruß“) — Weltkriegs-Liedersammlung (1926) — Liederbuch des Thüringerwald-Vereins (1927)– Wander-Liederbuch (1927) — Schlesier-Liederbuch (1936) – Wie´s klingt und singt (1936) —




Die Noten zu "Ein Sträußchen am Hute den Stab in der Hand":

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