Ein preußischer Husar fiel in Franzosenhände

Soldatenlieder | | 2009
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Ein preußischer Husar fiel in Franzosenhände
Prinz Clermont sah ihn kaum, so fragt er ihn behende
Sag´ an, mein Freund, wie stark ist deines Königs Macht?
Wie Stahl und Eisen! sprach der Preuße mit Bedacht

Nein, du verstehst mich nicht, versetzte Prinz Clermont
Ich meine nur die Zahl, die Menge deiner Brüder
Drauf stutzte der Husar und sah wohl in die Höh´
Und sprach: So viel ich Stern´ am blauen Himmel steh


Der Prinz war ganz bestürzt, was dieser Preuße sagte
und unter andrem mehr mit diesen Worten fragte
Freund, hat der König mehr dergleichen Leut´ wie du
Jawohl, sprach der Husar, viel bess´re noch dazu


Ich bin der schlechteste von seinen Leuten allen
sonst wär´ ich Euch gewiß nicht in die Händ´ gefallen
drauf reichte ihm der Prinz wohl einen Taler blank
Der Preuße nahm ihn an und ging dann seinen Gang


Da sieht er ungefähr ein´ Schildwach´, die ganz mager
und im Gesicht fast wie Medusa hager
Derselben gab er flugs den blanken Taler hin
und sprach: mein guter Freund, so wahr ich Preuße bin


Du brauchst ihn nötiger als ich und meine Brüder
drum geb ich dir das Geld von deinem Prinzen wieder
Denn unser Friedrich versorgt uns alle gut
drum lassen wir für ihn den letzten Tropfen Blut


Ich hab noch Geld genug für mein Roß, Heu und Hafer
und wenn ich keins mehr hab, was frag ich nach dem Taler
Ich klopf mir auf die Tasch und denk mir was dazu
und setz mich auf das Pferd , reit meinem König zu

Text und Musik: ohne Angabe , um 1757 – anstatt Prinz Clermont existiert auch eine Version mit Soubise
in Weltkriegs-Liedersammlung (1926)






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