Drum Brüder‚ stoßt die Gläser an (Reservemann)

Soldatenlieder | , | 2016
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Was blinkt so freundlich in der Ferne?
Es ist das liebe Vaterhaus.
Wir warn Soldat und Warens gerne,
Doch getzt ist unsre Dienstzeit aus.
Drum Brüder‚ stoßt die Gläser an:
Es lebe der Reservemann!
Wer treu gedient hat seine Zleit
Dem sei ein volles Glas geweiht!

Den elften Posten‚den wir stehen,
Den stehen wir vor Liebohens Tür.
Da haben wir auf nichts zu sehen
Und keine Ronde stört uns mehr.
Drum Brüder…

Und ruft das Vaterland einst wieder
Als Reservist,als Landwehrmann
Dann legen wir die Arbeit nieder
Und folgen treu der Fahne dann
Drum Brüder…

Bald scheiden wir aus diesem Kreise
Und legen ab den Ehrenrock.
Wir treten an die Heimatreise
Mit einem Reservistenstock
Trala lala lala mit einem Reservistenstock

Dann schwenken wir auch in Sektionen
Zum letzten mal zum Tore hinaus.
Die Mütze sitzt auf einem einem Ohre,
und keine Waffe ziert uns Mehr.
Trala lala lala la und keine Waffe…

So lebt denn wohl‚ihr Kameraden
Die ihr noch länger dienen müsst
Zu euch wird man ja einst auch sagen:
Seht dort den jungen Reservist.
Trala lala la …

So lebt denn wohl, ihr Kapitulanten
Die ihr noch lange dienen müßt.
Ihr werdet einst auch mal Sergeanten,
Aber niemals junger Reservist.
Trala….

So lebt denn wohl, ihr Rastatter Mädchen
Und schafft euch einen andern an,
Der noch viel länger hat zu dienen
Und euch die Zeitvertreiben kann
Trala…

Aber eines hätt ich bald vergessen:
Du‚ Vater Philipp ‚lebe hoch
Bei dir haben wir so oft gesessen
Bei Wasser und bei trocknen Brot.
Trala…

Zu Haus angekommen‚ der Vater gleich spricht
Was hast du verdienst zwei Jahr beim Kommiss?
Kein Heller, kein Pfennig, Arrest noch dazu‚
Ja, dann kannst du wohl sagen: Reserve hat Ruh!

Zu Haus angekommen, die Mutter gleich spricht:
Was hast du gegessen zwei Jahr beim Kommiss?
Speckerbsen, Speckbohnen und Gulasch dazu.
Ja, dann kannst du wohl sagen: Reserve hat Ruh!

Zu Haus angekommen,der Bruder gleich spricht:
Wer hat diuh gezwiebelt zwei Jahr beim Kommiss?
Der Hauptmann, der Leutnant und der Spieß noch dazu.
Ja, dann kannst du wohl sagen: Reserve hat Ruh!

Zu Haus angekommen‚ die Schwester gleich spricht:
Wen hast du geliebet zwei Jahr beim Kommiss ?
Die Lina‚ die Mine und die Berta dazu.
Ja, dann kannst du wohl sagen: Reserve hat Ruh!

Der Zug ist schon einrangieret‚ der uns zur lieben Heimat führt.
Er ist geschmückt mit Eichenlaub
befreit vom dem Manöverstaub.
Hurra‚ hurra‚ jetzt gehts bald los
Reservefahrt ist ganz famos.

Und kehrn wir aus Manöver heim
mit schwer bepackten Affen.
Dann soll es uns ein leichtes sein,
Die Sachen auf die Kammer zu schaffen.

Rekrut, hier hast du mein Gewehr,
Ein alter Ma? brauchte nicht mehr.
Hier hast du Säbel und Patronentasch.
Komm‚ reich mir die Reserveflasch!

So leb denn wohl‚ du Feldwebelein
Und hat man nicht geturnet gut,
Dann kommt man in den  ???

Feinsliebchen steht am Fenster,
Schaut wohl an den jungen Reservist ‚
Der treu gedient zwei Jahr als stolzer Artillerist.

Die Mütz auf einem Ohre
in der Hand den Reservistenstock
So ziehn wir durch die Straßen
der lieben Heimat zu.

In der Heimat angekommen
fängt ein neues Leben an
Eine Frau wird sich genommen
Kinder …

Du steinerne Kaserne
du harter Strohsack
du dünner Kaffee
du vortreffliche Kantine
du harte Zeit‚wo wir kein Geld hatten

Herr‚bewahre uns vor dem blöden Einzelmarsch‚ vor dem
dämlichen Hinlegen, vor zu frühem Aufstehen‚ vor dem
eklichen Knopfputz‚ vor dem windigen Schießplatz‚ vor
den edlen Gewehrgriffen, vor zu vielem Parademarsch,
vor Vater Philipp‚ vor dem verfluchten Turnen‚ vor
den Sau Appelle

Mitgeteilt von Theodor Große Venhaue, Rhede Krs. Borken
http://www.lwl.org/medienarchiv_web/liederblaetter?id=181693 )

 







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