Die Bauern wollten freie sein

Soldatenlieder | | 2006
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Die Bauern wollten freie sein,
Das nahm ein schlecht Gelingen;
Schenkt roten Wein, schenkt weißen ein
Dann will ich das Liedlein euch singen.

Dem Frundsberg sind wir nachgerannt,
ihm haben wir geschworen.
Da hat unser Fähnrich Ehr´ und Hand
Im Kampf um die Fahne verloren.


Dann schlugen wir das Bummerlein Bumm
Kein Stoß kam aus dem Lader,
Feldhacke g´zuckt und Schlachtruf gellt,
Es weilt und wogt der Hader.


Drum trinken wir heut‘ den letzten Wein
Und würfeln zum letzten Male.
Wir woll’n die verlor´ne Rotte sein
Und harren der Sturmsignale


Bald liegen wir stumm mit gebrochnem Blick,
Die Spieße uns treu zur Seite.
Der Herrgott geb‘ uns die Fahne zurück,
Für die wir gefallen im Streite.


Bald liegen trotz Amulett und Kreuz
Wir auf der Wahlstatt nieder.
Den einen freut’s und den anderen reut’s,
Doch keiner erhebt sich wieder.


Bald schlägt man uns das Bummerlein Bumm,
Die Trommeln ziehn vorüber;
Das ist als aller Pfaffen Gebrumm
Gott und dem Landsknecht lieber.


Drum trinken wir heut den letzten Wein
und würfeln zum letzten Male
wir wollen die verlorene Rotte sein
und harren der Sturmsignale

(aus mehreren Quellen – seit Anfang des 20- Jahrhunderts nachgewiesen, vermutlich aus dem 16. Jahrhundert. Georg von Frundberg (1453-1528), Ritter und „kaiserlicher Feldhauptmann“ unter Kaiser Maximilian II. und Karl V. Er führte die Landsknechte im Reich ein und erzielte mit ihnen gewaltige Erfolge, u.a. gegen König Franz I. von Frankreich. „Verlorene Rotte“ bezeichnet eine Art Vorhut der Landsknechtformation (Gevierthaufen). die gewöhnlich geringe Überlebenschancen hatte. (laut “  Liederbuch Bayerischer Soldatenbund 2002 „)


in: Die weiße Trommel (1934)
 







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