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Der Winter ist gekommen
Und hat hinweg genommen
Der Erde grünes Kleid;
Schnee liegt auf Blütenkeimen,
Kein Blatt ist an den Bäumen,
Erstarrt die Flüsse weit und breit.      

Da schallen plötzlich Klänge
Und frohe Festgesänge
Hell durch die Winternacht.
In Hütten und Palästen
Ist rings in grünen Ästen
Ein bunter Frühling aufgewacht.


Wie gern doch seh ich glänzen
mit all den reichen Kränzen
den grünen Weihnachtsbaum;
dazu der Kindlein Mienen,
von Licht und Lust beschienen;
wohl schönre Freude gibt es kaum!


Drum pflanzet grüne Äste
und schmücket sie aufs Beste
mit frommer Liebe Hand
daß sie ein Abbild werden
der Liebe, die auf Erden
solch großes Heil uns hat gesandt


Ja, laßt die Glocken klingen
daß wie der Englein singen
Sie rufen laut und klar:
Gott in der Höh soll werden
der Ruhm, und Fried auf Erden
und Wohlgefallen immer dar!


Und rings ob allen Bäumen
Sang in den Himmelsräumen
Der frohen Engel Schar.
„Gott in der Höh‘ soll werden
Der Ruhm, und Fried auf Erden
Und Wohlgefallen immerdar!“


Robert Reinick , (1805 – 1852)    







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