Der Sturm hat den Paß und die Grenze verweht

Winterlieder - Lieder vom Winter | 2008
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Der Sturm hat den Paß und die Grenze verweht
und Berg und Baum übermannt
weiß keiner mehr, wo der Grenzpfahl steht
und wo zur Heimat die Straße geht
in schlesisch und böhmischem Land

Da die Alten sitzen am Baudenherd
und summen ein deutsches Lied
von Rübezahl, der durch die Wälder fährt
von Siegfried und seinem guten Schwert
und von Wieland, dem greisen Schmied


Das Lied weckt die Jungen: Skier heraus
Es geht um deutsche Ehr´
Und der Ruf fliegt weiter von Haus zu Haus
heischt lauter und rascher als Sturmgebraus
He! Bist du kein Junge mehr


Herbei zum Kampf, zum heißen Spiel
Wer ist der beste von euch?
Und sie jagen und fliegen auf flüchtigem Kiel
hoch sind die Berge und hoch ist das Ziel
durch Rübezahls schneeiges Reich


Und hat der Sturm auch die Spur verschneit
beugt er doch keinen ins Knie
und ist der Weg auch noch meilenweit
das Letzte zu geben ist jeder bereit
im Kampf auf dem flüchtigen Ski


Wer siegt? Wer weiß, wie das Rennen steht?
Das liegt noch in Gottes Hand
bis für immer der Bann und der Paß verweht
und nimmer Wache und Grenze geht
zwischen schlesisch und böhmischem Lande 

Text: C. J. Luther, München
Musik: ohne Angabe
in Deutsches Ski-Liederbuch (1932)
Anmerkung: Ein seltsames Lied: deutschtümelnd, mystisch, kriegerisch, verträumt….. auf jeden Fall aber ein Männerlied – in einem Liederbuch, ein Jahr vor Hitlers Ernennung zum Reichskanzler






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