DER RUHRKAMPF 1920

Lieder Märzrevolution 1920 | | 2004
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    Quelle: Merian-Heft Ruhrgebiet, Von Jens Flemming



Das Ereignis, das von Historikern heute als „größte Aufstandsbewegung, die es in Deutschland seit den Bauernkriegen des 16. Jahrhunderts gegeben hat“, gewertet wird, flackerte auf unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, erreichte seinen Höhepunkt in der Abwehr des Kapp-Putsches und brach in den Ostertagen des Jahres 1920 zusammen. Eine gerechte Bewertung in den Geschichtsbüchern steht bis heute aus.

Ruhrkampf – bei diesem Stichwort denken die Deutschen wohl immer noch zuallererst an das Jahr 1923, an die galoppierende Inflation, an den Einmarsch französischer Truppen in das Ruhrgebiet, zur Erzwingung pünktlicher Reparationsleistungen, an passiven Widerstand und vereinzelte Sabotageakte nationalistischer Gruppen, womöglich auch an Albert Leo Schlageter, den Freikorpsmann, den die Franzosen füsilierten und die Nazis später zum Volkshelden stempelten.


Dagegen ist die Erinnerung an den Ruhrkrieg in den Wochen des März und April 1920, den Höhepunkt der Abwehrbewegung gegen den Kapp-Putsch verblaßt. Die Schulbücher, die ja eine Art Gradmesser für unseren Umgang mit der Vergangenheit sind, werten ihn überwiegend als Aufstand der Kommunisten, der nur durch den entschlossenen Einsatz der Reichswehr niedergerungen werden konnte. Hier und da mögen zudem Bilder lebendig sein, die die Auseinandersetzungen begleiteten, Bilder vom Terror der „Roten“, von Gefangenenmißhandlungen und Plünderungen, weniger vom Einsatz der Regierungstruppen und vom Gegenterror der Freikorps, obwohl dieser bei weitem die meisten Opfer forderte. Reichswehr und Sicherheitspolizei meldeten 250 Tote und 123 Vermißte. Die Zahl der gefallenen, standrechtlich oder „auf der Flucht“ erschossenen Arbeiter ist nie exakt errechnet worden.


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