Da droben auf jenem Berge (Goethe, 1801)

Liebeskummer | | 1801
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Da droben auf jenem Berge
da steh ich tausendmal
an meinem Stabe gebogen
und schaue hinab in das Tal

Dann folg ich der weidenden Herde
mein Hündchen bewahret mir sie
Ich bin herunter gekommen
und weiß doch selber nicht wie

Da stehet von schönen Blumen
die ganze Wiese so voll
Ich breche sie, ohne zu wissen
wem ich sie geben soll

Und Regen, Sturm und Gewitter
verpass ich unter dem Baum
Die Türe dort bleibet verschlossen
doch alles ist leider ein Traum

Es stehet ein Regenbogen
wohl über jenem Haus
sie aber ist weggezogen
und weit in das Land hinaus

Hinaus in das Land und weiter
vielleicht gar über die See
Vorüber, ihr Schafe, nur vorüber
dem Schäfer ist gar so weh

Text: Johann Wolfgang von Goethe (1801) – vergleiche das ältere Volkslied Da droben auf jenem Berge
Musik: Carl Friedrich Zelter (1802)
in: — Volkslieder für die arbeitende Jugend (1914) —




Die Noten zu "Da droben auf jenem Berge (Goethe, 1801)":

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