Bergkönig und Königstochter (Schweden)

Volksliedversionen | | 2016
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Aehnlichen Inhalts wie das deutsche Lied „Es freit einmal ein Wassermann„, das hier im Archiv in verschiedenen Fassungen wieder gegeben wird, ist das schwedische Lied in den Svenska Folkvisor 2 22 29 übersetzt in Wolffs Proben altholländischer Volkslieder 131 ff und in dessen Halle der Völker 2 81 87 und in Mohnike’s Altschwedischen Balladen 93 96.

Der Wassermann und die Bauerntochter sind im schwedischen Liede ein Bergkönig und eine Königstochter.
Stolz Gretchen ist sehr reich, ihr Vater herrschte über sieben Königreiche. Grafen, Prinzen und Könige werben um ihre Hand. Endlich kommt der Bergkönig. Die Mutter fragt ihn. was er ihr geben wolle. wenn Gretchen zu ihm in den Berg komme. Der Bergkönig verspricht des roten Goldes so viel sie will. Gretchen soll in die Kirche gehn, findet an einem Hügel die Tür offen und geht hinein. Der Bergkönig empfängt sie mit Freuden und verlobt sich mit ihr.

Sie war in dem Hügel acht volle Jahr
Zwei Söhn und ein Töchterlein sie gebar

Als acht volle Jahre sie dort gesehn
Da wünschte zur Mutter sie heimzugehn

Der König läßt feinen Grauschimmel anspannen, die kleinen Kinder weinen, der König hebt sie selbst in den Wagen und Gretchen kommt bei ihrer Mutter an.

Und wo bist du gewesen so lange
Ich bin gewesen auf dem Blumenanger

Und welchen Schleier trägst du denn da
So tragen ihn Frauen und Mütter ja

Wol trag ich den Schleier auf meinem Haupt
Dem Bergkönig bin ich angetraut

Sie erzählt von ihren Kindern und die Mutter hat Lust diese zu sehen Da erscheint der Bergkönig

Und stehst du nun hier und verklagt mich hier
Kamst du nicht von selbst in den Berg zu mir?

Und stehst du nun hier und klagst deine Pein
Kamst du nicht von selbst zur Türe herein

Bergkönig schlug sie auf die Rosenwange fein
Zurück in den Berg zu den kleinen Kindern dein

Stolz Gretchen wird heimgefahren ihre kleinen Kinder freuen sich ihrer.

Nicht dürft ihr euch freu n über mich so sehr
Christ gebe daß ich eure Mutter nicht wär

Einen goldnen Stuhl brachte das Eine heraus
Da traurige Mutter ruhe dich aus

Das Eine bracht ein gefülltes Horn
Hinein warf das Zweit ein vergoldetes Korn

Den ersten Trunk aus dem Horn sie tat
Und Himmel und Erde sie ganz vergaß

Bei dem zweiten Trunk aus dem Horn sofort
Vergaß sie Gott und ein heiliges Wort

Als den dritten Trunk aus dem Horn sie tat
Ihren Bruder und Schwester sie ganz vergaß

Beide Bruder und Schwester sie ganz vergaß
Ihre traurige Mutter sie nimmer vergaß

Das schwedische Lied ist also eine Verherrlichung der Liebe des Kindes zu ihrer Mutter während im deutschen Liede die Liebe der Mutter zu ihren Kindern verherrlicht wird Schön Gretchen vergißt Himmel und Erde Gott und fein heiliges Wort und Bruder und Schwester nur nicht ihre traurige Mutter die schöne Hannele eilt von Vater und Mutter und giebt die ganze Welt auf um nur bei ihren Kindern im Waffer zu bleiben

Hoffmann von Fallersleben in „Schlesische Volkslieder“ (1842)

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