Auf einem schönen grünen Wasen (Prinz Karl 1796)

Soldatenlieder | | 1796
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Auf einem schönen grünen Wasen
ließ Prinz Karl zur Tafel blasen
als ein Held und General
Man rühret die Trommel
man schläget den Lärmen
man lasset die feurigen Bummen schwärmen
Blutige Mahlzeit fängt sich an

Posaunen und Trompeten schallen
alle Kanonen auf einmal knallen
daß sich erhebt die ganze Welt
Bummen und Hobitzen blitzen
die Festung Straßburg Blut muß schwitzen
durch das Feuer wird sie verzehrt

Ach Gott viel Jahr sind schon verflossen
häufige Franzosen haben Blut vergossen
und ist zu hoffen keine Ruh´
Prinz Karl ist voll grimmigem Zorne
er sitzet zu Pferd mit Stiefel und Sporne
„Schießts und haut´s nur tapfer zu!“

Wenn dies alles ist geschehen
wollen wir nich weiter gehen
um zu schauen, wie steht´s in Paris
wir werden auch ganz sicher trachten
den königlichen Prinzen loszumachen
aus der französischen Finsternis

Nun ihr Brüder all zusammen
vermehret euch in Gottes Namen
der euch bewahre immerfort
Prinz Karl und der soll leben
und alle Generäl soll mit ihm leben
dies soll sein das letzte Wort

Lärman = Lärmen , Alarm – Landsknechtsausdruck
Bummen = Bomben
den königlichen Prinzen = Ludwig XVII starb am 8. Juni 1795
Französische Finsternis = Französiche Revolution und die Jakobiner, der Verfasser des Liedes ist also Monarchist.

Text und Musik: anonym – aus Bildstein in Vorarlberg –
es gibt auch ein französisches „Gegenlied“ von 1813

in Liederbuch für die Deutschen in Österreich (1884) , dort heißt es als Anmerkung zu diesem Lied:
„Erzherzog Karl schlug im Jahre 1796 als deutscher Reichs-Feldmarschall in glorreichen Gefechten die französischen Feldherren Jourdan und Moreau und befreite so Süd-Deutschland von den Feinden. Jourdans Herr wurde vernichtet, im Schwarzwalde der Volkskrieg (vgl. die meisterhafte Schilderung desselben in Goethes Hermann und Dorothea , VI. Gesang) organisiert und Moreau über den Rhein gedrängt. Darauf belagerte Karl mitten im Winter die Straßburg gegenüberliegende, damals in französischen Händen befindliche Festung Kehl, deren Eroberung zu den größten Waffentaten des Erzherzogs gehört. Straßburg wurde jedoch nicht bestürmt. Der Dichter unseres Volksliedes erwartete nun, daß auch Straßburg fallen werde. Wie andere Volkslieder die Schlacht mitr einem Tanze vergleichen, zu welchem der Sieger aufspielt, so bereitet hier Print Karl den Franzosen eine wilde Tafelmusik“

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Die Noten zu "Auf einem schönen grünen Wasen (Prinz Karl 1796)":

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