Auf den Auen Englands (Zum Tode von Karl Marx)

Trauerlieder | | 2008
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Auf den Auen Englands brüten Nebelschleier feucht und kühl
gleich den Tagen in der Fremde, gleich den Tagen im Exil
wie des Weltmeers gischtgekrönte Wogen stürmend vorwärtsstreben
also durch die Weltenpforte London strömt das Völker Leben

Dem Geräusch der Millionen ferner, dem Geräusch der Welt
schläft ein unbezwung´ner Kämpfer, schläft ein echter Sonnenheld
der der Wahrheit Banner treulich hat sein Leben lang getragen
unterm Spotte zweier Welten, ohne Wanken, ohne Zagen


Alle hundert Jahre blühet nach der alten Völkersage
eine rote Wunderblume an des Jahres schönstem Tage
so auch alle hundert Jahre, ein Erlöser, ein Prophet
dem von aller Not der zeiten heimgesuchten Volk entsteht


Wohl prophetengleich durchschrittest du der Zeiten trüb´ Gewühl
zeigtest der bedrängten Menschheit wiederum das alte Ziel
riefst die Braven aller Zonen einzutreten für das Rechte
daß das heil´ge Werk der Freiheit bald vollendet werden möchte


Und die hehren Worte drangen über Berge, Täler, Meere
daß das ärmste Kind der Erde die Erlösungskunde höre
wie des Winters lacht der Frühling, also spotten aller Schranken
des verspotteten Gelehrten weltumspannende Gedanken


Jahre kommen, Jahr schwinden, Menschen werden und vergehen
was noch heute prächtig blühte, mag der nächste Tag verwehen
im Gedächtnis der Geschlechter unverwischbar durch die Zeit
Bleibt dein Name , Marx, du echter Bürger der Unsterblichkeit


Text: A. Enders – zum Tode von Karl Marx am 14. März 1883
ohne Musik in Max Kegel : Sozialdemokratisches Liederbuch von 1896, im Anhang auf Seite 112







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