Auf auf zum fröhlichen Jagen

Jägerlieder | | 2004
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Auf, auf zum fröhlichen Jagen,
Auf in die grüne Heid,
Es fängt schon an zu tagen,
Es ist die schöne Zeit.
Die Vögel in den Wäldern
Sind schon vom Schlaf erwacht
Und haben auf den Feldern
Das Morgenlied vollbracht.
Tridihejo, dihejo, dihedihedio
Tridio, hejo, dihejo, tridio, tridio.

Frühmorgens, als der Jäger
In grünen Wald ’neinkam,
Da sah er mit Vergnügen
Das schöne Wildbret an.
Die Gamslein Paar um Paare,
Sie kommen von weit her,
Die Rehe und das Hirschlein,
Das schöne Wildbret schwer.
Tridihejo, dihejo, dihedihedio
Tridio, hejo, dihejo, tridio, tridio.


Wir rüsten uns zum Streite
und jagen Paar an Paar
Die Hoffnung reicher Beute
versüßet die Gefahr.
Wir weichen nicht zurücke
ob gleich ein wilder Bär
und noch ein großes Stücke
nicht ferner von uns wär


Will gleich ein wilder Hauer
mit seinen Waffen dräun
Fängt man an ohne Schauer
Hussa! Hussa! zu schrein
Damit das Ungeheuer
eenn es die Kugel brennt
schon nach empfangnem Feuer
in sein Verderben rennt.


Das edle Jägerleben
Vergnüget meine Brust,
Dem Wilde nachzustreifen
Ist meine höchste Lust.
Wo Reh und Hirsche springen
Wo Rohr und Büchse knallt,
Wo Jägerhörner klingen,
Da ist mein Aufenthalt.
Tridihejo, dihejo, dihedihedio
Tridio, hejo, dihejo, tridio, tridio.


Frischauf, zum fröhlichen Hetzen
fort in das grüne Feld!
Wo man mit Garn und Netzen
das Wild gefangen hält.
Auf, ladet eure Röhren
mit Pulver und mit Blei
und macht der Jagd zu Ehren
ein fröhlich Jagdgeschrei!


Sind unsre matten Glieder
vom Sonnenglanz erhitzt
So legen wir uns nieder
wo frisches Wasser spritzt
wo Zephyrs sanftes Blasen
der Sonne Glanz besiegt
da schläft man auf dem Rasen
mit Anmut eingewiegt.


Das Gras ist unser Bette
der Wald ist unser Haus
Wir trinken um die Wette
das klare Wasser aus.
Laßt drum die Faulen liegen
gönnt ihnen ihre Ruh:
Wir jagen mit Vergnügen
dem schönen Walde zu.


Ein weibliches Gemüte
hüllt sich in Federn ein
Ein tapferes Jagdgeblüte
muß nicht so träge sein.
Drum laßt die Faulen liegen,
gönnt ihnen ihre Ruh:
Wir jagen mit Vergnügen
dem dicken Walde zu.


Frisch auf, ihr lieben Brüder
ergreifet das Geschoß!
Auf, legt die Winde nieder
und geht aufs Wildpret los!
Erfrischt die matten Hunde
durch frohen Zuruf an
und ruft aus vollem Munde
so viel ein jeder kann!


Will gleich zu manchen Zeiten
Blitz, Wetter, Sturm und Wind
einander widerstreiten
die uns zuwider sind
So sind wir ohne Schrecken
bei allem Ungemach,
und jagen durch die Hecken
den schnellen Hirschen nach.

Text: von Gottfried Benjamin Hancke , 1724
Musik: aus dem 18. Jahrhundert. Die gleiche Melodie wird von Johann Sebastian Bach in seiner Bauernkantate zu dem Lied “ Es nehme 10.000 Dukaten der Kammerherr alle Tag ein „
laut Die weiße Trommel von 1934 stammt das Lied aus Kärnten und wurde von Karl Liebleitner aufgezeichnet
 auf die gleiche Melodie wird gesungen


zumeist auf drei Strophen gekürzt u.a. in: — Albvereins-Liederbuch (1905) — Der Kreis () – Singend wollen wir marschieren (ca. 1934) – Die weiße Trommel (1934) — Deutsches Jägerliederbuch (1951) — Die Mundorgel (1953) — Liederbuch der Fallschirmjäger (1983) — Liederbuch SPD Hildesheim (ca. 1990) —







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