Auf auf ihr Reichsgenossen

Geistliche Lieder | 2013
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Auf, auf, ihr Reichsgenossen
Der König kommt heran
Empfahet unverdroßen
Den großen Wundermann
Ihr Christen, geht herfür
Laßt uns vor allen Dingen
Ihm Hosianna singen
Mit heiliger Begier

Auf, ihr betrübten Herzen
Eur König ist euch nah
Hinweg all Angst und Schmerzen
Der Helfer ist schon da
Seht, wie so mancher Ort
Hochtröstlich ist zu nennen
Da wir ihn finden können
In Nachtmahl, Tauf und Wort

Auf, auf! ihr Vielgeplagten
Der König ist nicht fern
Seid fröhlich, ihr Verzagten
Dort kommt der Morgenstern
Der Herr will in der Not
Mit reichem Trost euch speisen
Er will euch Hülf erweisen
Ja dämpfen selbst den Tod

Nun hört, ihr frechen Sünder
Der König merket drauf
Wenn ihr verlorne Kinder
Im vollen Lasterlauf
Auf Arges seid bedacht
Und tut das ohne Sorgen
Doch Ihm ist nichts verborgen
Er gibt auf Alles Acht

Seid fromm, ihr Untertanen
Der König ist gerecht
Lasst uns den Weg ihm bahnen
Und machen Alles recht.
Fürwahr, er meint es gut
Drum lasset uns die Plagen
Die er uns schickt, ertragen
Mit unerschrocknem Mut

Und wenn gleich Krieg und Flammen
Uns Alles rauben hin,
Geduld! Ihm allzusammen
Gehört doch der Gewinn
Wenn gleich ein früher Tod
Die Lieben uns genommen
Wohlan, sie sind gekommen
Ins Leben aus der Not

Frisch auf in Gott, ihr Armen
Der König sorgt für euch
Er will durch sein Erbarmen
Euch machen groß und reich
Der selbst das Tier bedacht
Der wird auch euch ernähren
Was Menschen nur begehren
Das steht in seiner Macht

Hat endlich uns betroffen
Viel Kreuz, lässt er doch nicht
Die immer auf ihn hoffen
Mit rechter Zuversicht
Von Gott kommt Alles her
Der läset auch im Sterben
Die Seinen nicht verderben
Seine Hand ist nicht zu schwer

Frisch auf, ihr Hochbetrübten
Der König kommt mit Macht
An uns, die Herzgeliebten
Hat er schon längst gedacht
Nun wird nicht Angst und Pein
Noch Zorn hinfort uns schaden
Dieweil uns Gott in Gnaden
Lässt seine Kinder sein

So lauft mit schnellen Schritten
Den König anzusehn
Dieweil er kommt geritten
Stark, herrlich, sanft und schön
Nun tretet all heran
Den Heiland zu begrüßen
Der alles Leid versüßen
Und uns erlösen kann

Der König will bedenken
Die, so er herzlich liebt
Mit köstlichen Geschenken
Als der sich selbst uns gibt
Durch seine Gnad und Wort
O König hoch erhoben
Wir Alle wollen loben
Dich freudig hier und dort

Nun, Herr, du gibst uns reichlich
Wirst selbst doch arm und schwach
Du liebest unvergleichlich
Du jagst den Sündern nach
Lass uns dir insgemein
Die Stimmen hoch erschwingen
Ein Hosianna singen
Und ewig dankbar sein

Text: Johann Rist , 1607-1667
Musik:auf die Melodie von Aus meines Herzens Grunde ()
in Deutsches Kindergesangbuch (Ausgabe 1926, ohne 3,4,5,7)
-> Advent .







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